In Ebensee

Kraftwerkskaverne fertig: Kirche würde reinpassen

© Energie AG
Aktuell werden Großkomponenten montiert: Kraftwerk soll Ende 2028 in Betrieb gehen.
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Die Kraftwerkskaverne des in Bau befindlichen Pumpspeicherkraftwerks Ebensee (Bez.Gmunden) ist mittlerweile fertig, in einem nächsten Schritt werden darin Großkomponenten montiert. Auch die Arbeiten am Ein- und Auslaufbauwerk am Traunsee sowie am Oberwasserspeicher sind weit fortgeschritten, informierte die Energie AG am Dienstag. Das Kraftwerk soll Ende 2028 in Betrieb gehen. Es ist mit einer halben Mrd. Euro das bisher größte Einzelvorhaben in der Unternehmensgeschichte.

Kirche würde reinpassen

In der unterirdischen Kraftwerkskaverne mit einer Länge von ca. 53 Metern, einer Breite von ca. 26 Metern sowie einer Höhe von ca. 41 Metern würde die Kirche von Ebensee Platz finden, veranschaulichte die Energie AG die Dimension. Der künstliche Hohlraum soll die zentrale elektromechanische Ausrüstung des Kraftwerks beherbergen.

Einlauftrompete wird eingeschwommen

Derzeit werden in den untersten Ebenen der Kaverne Stahlbetonwände und Decken als Basis für das spätere Maschinenhaus hergestellt. Hauptauftragnehmer für die elektro- und maschinentechnische Kraftwerksausrüstung ist Andritz Hydro. Das Unternehmen arbeitet seit Ende August an der Montage der ersten Großkomponenten in der Kaverne, beispielsweise des Saugrohrs.

Gearbeitet wird auch am Ein- und Auslaufbauwerk am Traunsee. Davor befindet sich derzeit noch ein Felskeil, der unter Wasser abgetragen werden muss. Im Spätherbst soll die mehr als 200 Tonnen schwere Stahl-Einlauftrompete eingeschwommen und an das Ein- und Auslaufbauwerk angedockt werden. Taucher sollen das Manöver in rund 9 Metern Tiefe unterstützen. Der Damm beim Oberwasserspeicher ist mittlerweile zu rund 90 Prozent fertiggestellt.