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Krems diskutiert über Sanierung der Österreichhallen
Der Sondierungsprozess für ein Hotelprojekt zeigte: Unter den derzeitigen Rahmenbedingungen ist das Vorhaben nicht realisierbar. Von 28 angesprochenen Investoren zeigten zwar einige Interesse, wollten aber kein Hotel errichten – zu groß sei die Konkurrenz durch Metropolen und ein bereits laufendes Hotelprojekt in der Kremser Fußgängerzone.
SPÖ-Bürgermeister Molnar setzt auf fundierte Entscheidung
Bürgermeister Peter Molnar erklärt, man wolle die Zukunft der Hallen auf Basis fundierter Grundlagen gestalten und prüfe nun bewusst eine Sanierung des Bestands. Die Österreichhallen aus dem Jahr 1968 liegen zentral in der Kremser Innenstadt neben dem Sepp-Doll-Stadion, umfassen drei Hallen und bieten Platz für bis zu 2.200 Personen.
"Uns ist wichtig, die Zukunft der Österreichhallen auf Basis fundierter Entscheidungsgrundlagen zu gestalten. Nachdem sich die ursprünglich untersuchte Hotel- und Kongresslösung derzeit nicht realisieren lässt, prüfen wir nun ganz bewusst auch eine Sanierung und Weiterentwicklung des Bestands. Die Machbarkeitsstudie soll zeigen, welches Potenzial in den Österreichhallen steckt und welche Lösung langfristig für Krems sinnvoll und wirtschaftlich tragfähig ist", erklärt Bürgermeister Peter Molnar.
FPÖ-Hofbauer: „Millionengrab-Irrsinn"
Ganz anders sieht das FPÖ-Stadtrat Christoph Hofbauer. Für den Bautechniker steht fest: Die jahrzehntealten Hallen rechtfertigen keine Sanierung in Millionenhöhe. Schon bei seinem eigenen Maturaball vor fast 30 Jahren sei der Zustand katastrophal gewesen, so Hofbauer.
Vorwurf der Doppelmoral: Hallenbad versus Österreichhallen
Besonders scharf attackiert Hofbauer die SPÖ-Logik: Beim alten Kremser Hallenbad habe man jahrelang argumentiert, eine Sanierung sei unwirtschaftlich – deshalb kam der Neubau des Mirador, gegen den Widerstand der FPÖ. Bei den mindestens ebenso maroden Österreichhallen solle eine Sanierung nun plötzlich sinnvoll sein. Wer beim Bad mit der wirtschaftlichen Restnutzungsdauer argumentiert habe, könne dieses Argument bei den Hallen nicht einfach vergessen, so Hofbauer.
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Auch Dominikanerkirche keine Option
Eine Absage erteilt Hofbauer zudem der Idee, die Dominikanerkirche als Ersatz-Veranstaltungszentrum zu nutzen. Millioneninvestitionen, fehlende Parkplätze, Verkehrsbelastung und das ungeeignete historische Gebäude sprechen laut FPÖ dagegen. Krems brauche stattdessen endlich ein schlüssiges Veranstaltungskonzept mit einem geeigneten Standort, fordert Hofbauer abschließend.