Nach einer Serie von Raub- und Gewaltdelikten in Wien-Döbling hat die Polizei am Donnerstag am Bahnhof Heiligenstadt eine Schwerpunktaktion gegen Jugendkriminalität durchgeführt. Einer Aussendung des Innenministeriums zufolge kam es dabei zu 85 Anzeigen im Bereich der Verkehrspolizei und zu fünf Festnahmen nach fremdenrechtlichen Bestimmungen. 102 Identitätsfeststellungen wurden durchgeführt, 27 Organmandate im Verkehrsbereich ausgestellt, hieß es am Freitag weiter.
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Als Erfolg wird zudem die Zerschlagung einer Gruppe krimineller Jugendlicher im 19. Bezirk verbucht. Bei unterschiedlichen polizeilichen Maßnahmen und Schwerpunktkontrollen konnten insgesamt zwölf syrische, afghanische und österreichische Jugendliche im Alter zwischen 13 und 17 Jahren ausgeforscht und angezeigt werden. Ihnen wurden insgesamt 20 Raubdelikte, gefährliche Drohungen, Körperverletzungen und Verstöße gegen das Waffengesetz, hauptsächlich im Nahbereich von Schulen und im Bereich des Bahnhofs, nachgewiesen werden. Einige von ihnen mussten auch Haftstrafen verbüßen.
Bereits im März 2024 war unter Federführung des Bundeskriminalamts die Einsatzgruppe zur Bekämpfung der Jugendkriminalität eingerichtet worden. Das Hauptaugenmerk der Einsatzgruppe liegt laut den Angaben auf minderjährigen Intensivtätern, die teilweise bereits im Alter von unter 14 Jahren für bis zu 200 Straftaten verantwortlich sind. Bei Hunderten Schwerpunktaktionen in ganz Österreich, in Großstädten und an Hotspots wurden demnach bisher mehr als 1.600 Personen (darunter 193 Unter-18-Jährige) festgenommen und über 13.000 Anzeigen (davon 3.300 gegen unter 18-Jährige) erstattet und 210 Waffen (davon 63 bei Unter-18-Jährigen) sichergestellt. (APA)
Stimmen zur Schwerpunktaktion
"Gewalt, Randale und Vandalismus durch Jugendbanden haben auf unseren Straßen und Plätzen nichts verloren", wurde Innenminister Gerhard Karner (ÖVP) anlässlich der Schwerpunktaktion am Bahnhof Heiligenstadt zitiert. "Jugendkriminalität ist eine Herausforderung, der wir konsequent und gemeinsam begegnen müssen", betonte auch Dieter Csefan, Landespolizeivizepräsident in Wien.
Ebenso erfreut zeigte sich Döblings Bezirksvorsteher Daniel Resch (ÖVP): "Das Engagement für die Sicherheit der Döblingerinnen und Döblinger hat sich ausgezahlt. Danke an die Polizei und Innenminister Gerhard Karner für das schnelle und professionelle Einschreiten. Die Ausforschung einer 12-köpfigen kriminellen Jugendbande ist ein erster großer Erfolg für die Sicherheit in unserem Bezirk. Ich werde die Entwicklungen auch weiterhin genau beobachten und mit dem Innenministerium und der Polizei in engem Austausch bleiben."