Zeit sparen

Laut Auswertung: An diesen Flughäfen lohnt sich Fast Track wirklich

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Fast Track am Flughafen klingt nach Luxus, kann sich bei langen Warteschlangen aber richtig auszahlen. Eine Analyse von mehr als 30 europäischen Flughäfen zeigt, wo Reisende besonders viel Zeit sparen können.
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Lange Schlangen vor der Sicherheitskontrolle gehören zu den nervigsten Teilen einer Flugreise. Während andere bereits Richtung Gate unterwegs sind, steht man selbst noch zwischen Koffern und Handgepäck. Eine mögliche Abkürzung: Fast Track. Wer dafür berechtigt ist oder den Zugang extra bucht, darf an vielen Flughäfen eine eigene Sicherheitskontrolle nutzen. Doch wo bringt die Schnellspur tatsächlich etwas und wo kann man sich den Aufpreis sparen?

Europäische Flughäfen im Vergleich

Das Fluggastrechteportal AirHelp hat dafür die Wartezeiten an mehr als 30 großen europäischen Flughäfen untersucht. Statt sich nur die durchschnittliche Wartezeit anzusehen, betrachteten die Analysten jeweils die längsten Wartezeiten eines Tages und errechneten daraus einen sogenannten Worst-Case-Durchschnitt. Zum Vergleich setzte AirHelp rund 15 Minuten an, die eine Fast-Track-Kontrolle typischerweise dauern soll.

Barcelona ist Spitzenreiter

Zwei Personen mit Rucksäcken passieren eine Sicherheitsschleuse am Flughafen. © Getty Images/Westend61

Den größten möglichen Zeitgewinn gibt es laut Analyse am Flughafen Barcelona-El Prat. Dort kommt AirHelp auf eine durchschnittliche Worst-Case-Wartezeit von 1 Stunde und 47 Minuten an der regulären Sicherheitskontrolle. Wer stattdessen Fast Track nutzt, könnte demnach rund 92 Minuten sparen.

Auch an anderen europäischen Flughäfen ist der Unterschied beachtlich:

  • London-Stansted: 79 Minuten mögliche Ersparnis
  • Manchester: 75 Minuten
  • Madrid: 73 Minuten
  • Palma de Mallorca: 73 Minuten
  • Frankfurt: 40 Minuten
  • Amsterdam: 38 Minuten
  • Wien: 28 Minuten
  • London-Heathrow: 18 Minuten

Nicht überall ist Fast Track die bessere Wahl

Passengers lined up at the airport to check in their luggage. © Getty Images

Es gibt allerdings auch Flughäfen, an denen sich die zusätzliche Spur kaum auszahlt. In Brüssel liegt die von AirHelp angesetzte Dauer der Fast-Track-Kontrolle bei rund 15 Minuten, also genau auf dem Niveau, das das Portal auch für die reguläre Schnellabfertigung annimmt.

Noch kurioser ist das Ergebnis für Istanbul: Laut Analyse soll die normale Sicherheitskontrolle dort sogar schneller sein als der Fast Track. Wer extra für die Abkürzung bezahlt, würde in diesem Fall also möglicherweise überhaupt keine Zeit gewinnen.

Wochentag macht einen Unterschied

Wann Sie fliegen, kann ebenfalls entscheidend sein. Bei der AirHelp-Auswertung erwies sich der Montag an elf der untersuchten Flughäfen als besonders problematisch. Danach folgten Donnerstag und Freitag. Dienstag und Sonntag wurden hingegen deutlich seltener als jene Tage genannt, an denen die längsten Wartezeiten auftraten. Das bedeutet: Nicht nur der Flughafen selbst entscheidet darüber, ob Fast Track sinnvoll ist. Auch Reisetag und Uhrzeit spielen eine große Rolle.

Wann lohnt sich Fast Track wirklich?

Die Analyse zeigt vor allem eines: Ein Flughafen kann an einem normalen Tag völlig entspannt sein und an einem anderen plötzlich zur Geduldsprobe werden. Wer außerhalb der Stoßzeiten reist und ausreichend Puffer eingeplant hat, braucht die zusätzliche Spur vermutlich nicht. Ganz anders sieht es bei einem frühen Morgenflug, einem stark frequentierten Reisetag oder einem knappen Zeitfenster aus.