Budgetsanierung

Linzer FPÖ will Kunstmuseum Lentos privatisieren

© Linz Tourismus
Die Linzer FPÖ hatte bereits vor sechs Jahren die Idee aufgebracht aus dem Kunstmuseum ein Casino zu machen. Beim jetzigen Privatisierungsvorstoß soll es ein Museum bleiben.
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Die Linzer FPÖ will das Kunstmuseum Lentos privatisieren, um das Stadtbudget zu sanieren. Die Stadt solle "nach einem privaten Kunstförderer oder einer Stiftung suchen, die bereit ist, das Lentos-Gebäude zu übernehmen und sich gleichzeitig vertraglich dazu verpflichtet, den Standort über mehrere Jahrzehnte als Kunstmuseum weiterzuführen", verlangte Stadtrat Michael Raml am Montag in einer Aussendung. Die städtischen Kunstbestände müssten dabei nicht mitverkauft werden.

64.000 Besucher im Lentos

2025 zählten das Lentos und das dazugehörige Stadtmuseum Nordico insgesamt 75.000 Besucher, davon 64.000 im Lentos und 11.000 im Nordico. Die Basisfinanzierung für die zwei Museen beträgt nächstes Jahr 4,9 Millionen Euro. Vier Millionen davon kommen als Spende von der städtischen Linz AG und 0,9 Millionen von der Stadt Linz direkt. Inklusive der eigenen Erlöse ergibt sich für 2026 ein Gesamtbudget von 5,8 Millionen Euro.

FPÖ-Rechnung: 65 Euro/Besuch für Steuerzahler

Raml leitet daraus ab, dass ein Museumsbesuch den Steuerzahler 65 Euro koste. "Kaum ein Linzer" besuche das Haus, "und trotzdem müssen alle Linzer seit über 20 Jahren dafür bezahlen", so der Stadtrat. Es sei Zeit, das Lentos "in bessere Hände zu legen", denn die unterschiedlichen Geschäftsführungen würden "lieber provozierende Ausstellungen machen anstatt ein breites Publikum anzusprechen". Sein Vorschlag ist eine "von über 20 Ideen", die er in die von Bürgermeister Dietmar Prammer (SPÖ) für 1. Oktober anberaumte Budgetklausur.