Musiktheater

Linzer Torten-Theaterabend mit vielen Pausen-Überraschungen

© Landestheater Linz
Linz hat durch das Stück ein neues geflügeltes Wort bekommen: Man trifft Schlingdrak auf einen Kaffee.
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Mehlspeisen und Bürokratie - das haben wir in Österreich seit Kaisers Zeiten perfektioniert. Nach dem "Derby" im Vorjahr setzt David Bösch heuer im Musiktheater einer süßen Linzer Spezialität ein Denkmal aus eigener Feder. "Linzer Torte mit Schlag" ist eine Geschichte über Eigenständigkeit und Widerständigkeit, aber vor allem ein witziger Abend mit viel Lokalkolorit - die Backstube heißt Schlingdrak - in Anlehnung an die Linzer Traditionskonditorei Jindrak - und Musik, garniert mit einer Lovestory. Die Uraufführung am Samstag im Linzer Musiktheater schmeckte dem Publikum.

Liebe zum Detail auch in der Pause

Bedingt durch den Umbau an der Promenade läuft die Schauspielproduktion in der BlackBox des Musiktheaters. In der Pausenlounge, wo Kaffeehausmöbel samt rosa Schleifchen stehen, frönen Spartenleiter Bösch und Bühnenbildner Patrick Bannwart der Liebe zum Detail. Hier sieht es aus wie nach einer Tortenschlacht. Auf der Pausenbühne spricht der Kaiser zu seinem Volk und lässt sich über die Prüfung der Linzer Torte informieren. Schräge Pflückrezepte hängen an der Wand - zum Beispiel für die Culinary-Fusion-Kreation Linzer Sachertorte - und man darf seine Nase in die Küchenkredenz stecken sowie die Bühnenmusik nachhören.