A26-Neubau

Linzer Westring wird nochmals um 120 Millionen Euro teurer

© Land OÖ
Die Grünen haben von Anfang an von "Milliardengrab" gesprochen.
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Die Linzer Westring-Autobahn (A26) wird noch einmal teurer als geplant: Die Kosten dürften um 120 Millionen Euro auf 1,3 Milliarden Euro steigen, wie Verkehrslandesrat Günther Steinkellner (FPÖ) und Landeshauptmann Thomas Stelzer (ÖVP) in einer Aussendung am Mittwoch mitteilten. Gründe dafür seien gestiegene Baupreise, Inflation und geänderte gesetzliche Vorgaben, u.a. für Aushubarbeiten. Dennoch würde man den Westring nach wie vor als "wichtiges Zukunftsprojekt" erachten.

Steigerung auf 1,3 Milliarden Euro

Für die Grünen rächt es sich nun, dass das Land "keinen vertraglichen Kostendeckel eingezogen und damit jeden Preissprung mitzutragen hat". Dieser "Blankoscheck" müsse weg, die Mitfinanzierung müsse neu verhandelt werden, kündigte Klubobmann Severin Mayr einen entsprechenden Antrag seiner Fraktion an. "Was könnte man mit 1,3 Milliarden Euro nicht alles für eine klimafreundliche Mobilität machen", so Mobilitätssprecherin Dagmar Engl, die kritisiert, dass man "um jedes Öffi-Projekt ringen muss und jeder kleine Radweg abgetrotzt werden muss", während hier "steigende Unsummen in ein Ultra-alt-Projekt gesteckt" würden.

Derzeit zweiter Bauabschnitt

Die Bauarbeiten für den zweiten Abschnitt haben im Sommer begonnen, ein mehr als drei Kilometer langer Tunnel durch den Freinberg soll die Ende 2024 eröffnete Donautalbrücke mit der Mühlkreisautobahn (A7) verbinden. Für das Jahr 2032 ist die Verkehrsfreigabe der zwei getrennten Röhren - mit jeweils zwei Fahrspuren - gemeinsam mit der Unterflurtrasse Waldeggstraße geplant. Der dritte und letzte Abschnitt mit der Westbrücke soll von 2033 bis 2035 umgesetzt werden.

Selen-Grenzwerte

Wie Andreas Fromm, Geschäftsführer der Asfinag Bau Management GmbH, den "Oberösterreichischen Nachrichten" sagte, geht es u.a. um eine geplante Neuregelung der Vorschriften für Aushubmaterial. Die Asfinag befürchtet, dass künftig ein erheblicher Teil des ausgebrochenen Gesteins nicht mehr verwertet werden darf, wenn die vorgesehenen Selen-Grenzwerte überschritten werden. Die Asfinag rechnet dafür mit zusätzlichen Kosten von rund 40 Millionen Euro. Weitere 40 Millionen Euro würden demnach auf gestiegene Baukosten entfallen und 35 Millionen Euro sich auf kleinere Positionen verteilen, etwa Lärmschutz für die Anrainer. An das Angebot für den Einbau von Lärmschutzfenstern hätten mehr Haushalte als kalkuliert angenommen.