Die venezolanische Oppositionelle und Friedensnobelpreisträgerin María Corina Machado ist nach eigenen Angaben vom Sonntag nach knapp einem Jahr im Exil in ihr Heimatland zurückgekehrt.
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Machado war von der Präsidentschaftswahl 2024 ausgeschlossen worden und hatte später das Land verlassen. Die Rückkehr erfolgte offenbar ohne Absprache mit US-Präsident Donald Trump, der im Jänner Venezuelas Präsidenten Nicolás Maduro festnehmen und in die USA bringen hatte lassen.
"Ich bin hier. Bei euch", schrieb die rechtsliberale Politikerin am Sonntag im Onlinedienst X. Ihr Verbündeter und früherer Präsidentschaftskandidat Edmundo González Urrutia bestätigte ihre Rückkehr und erklärte auf X, Machado befinde sich wieder "auf venezolanischem Boden".
Der Oberste Gerichtshof Venezuelas hatte Machado 2024 von der Präsidentschaftswahl ausgeschlossen. Die Behörden erklärten später Nicolás Maduro zum Sieger der von Betrugsvorwürfen überschatteten Wahl. Die Opposition und weite Teile der internationalen Gemeinschaft erkannten das Ergebnis nicht an.
Machado hatte Venezuela Ende 2025 trotz eines Ausreiseverbots der damaligen Maduro-Regierung heimlich verlassen, um den Friedensnobelpreis entgegenzunehmen. Zuvor hatte sie mehr als ein Jahr lang überwiegend im Untergrund gelebt. Sie erklärte im Juni, sie wolle in ihr lateinamerikanisches Heimatland zurückkehren, um den Überlebenden zweier verheerender Erdbeben zu helfen. Dabei waren mindestens 6.500 Menschen ums Leben gekommen, Tausende gelten als vermisst.
Machado überreichte Medaille des Friedensnobelpreises an Trump
International umstritten war, dass Machado am 16. Jänner 2026 im Weißen Haus ihre Friedensnobelpreis-Medaille an US-Präsident Trump überreichte. Die aktuelle Rückkehr könnte indes zu Spannungen mit der US-Regierung führen. Trump erklärte, er habe von Machados Einreise nichts gewusst und hoffe, dass sie in Sicherheit sei. Er unterstützt die Interimspräsidentin Delcy Rodríguez, die frühere Stellvertreterin des im Jänner entmachteten Präsidenten Maduro. Die Rückkehr erfolgt wenige Wochen nach einem umstrittenen Öl-Deal der USA in Venezuela.
Rückkehr wenige Wochen nach umstrittenem Öl-Deal
Trump lobte zuletzt Vereinbarungen zur Ölförderung und andere Geschäfte von US-Unternehmen in Venezuela. Er sagte im September, es sei noch zu früh für demokratische Wahlen in dem Land. Machado betonte dagegen, nur eine ernsthafte, demokratische Regierung biete die nötige Stabilität für Investoren. US-Regierungsvertreter baten sie demnach, ihre Reise zu verschieben.
Maduro wurde im Jänner bei einem US-Militäreinsatz in Caracas gefangen genommen und in die USA gebracht, wo ihm im kommenden Jahr unter anderem wegen Drogenhandels der Prozess gemacht werden soll. Seine frühere Stellvertreterin Delcy Rodríguez wurde anschließend zur Interimspräsidentin ernannt.