Laut Studie

Macht fast jeder im Büro: Diese Gewohnheit könnte das Krebsrisiko erhöhen

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Neue Studie zeigt: Schon nach 30 Minuten Sitzen am Stück steigt das Risiko, doch ein einfacher Trick kann helfen
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Für viele beginnt der Arbeitstag gleich: Laptop aufklappen, E-Mails checken und stundenlang am Schreibtisch sitzen. Genau diese Gewohnheit könnte jedoch problematischer sein als bisher angenommen. Eine neue Studie der Universität Glasgow, veröffentlicht im Fachjournal PLOS Medicine, legt nahe, dass bereits mehr als 30 Minuten Sitzen am Stück mit einem erhöhten Risiko verbunden sein könnten, an Krebs zu sterben. Die gute Nachricht: Schon kleine Bewegungspausen könnten einen Unterschied machen.

Mehr als 91.000 Menschen untersucht

Für die Studie werteten die Forschenden die Bewegungsdaten von mehr als 91.000 Teilnehmer:innen aus der UK Biobank aus. Die Proband:innen trugen über sieben Tage hinweg ein Messgerät, das ihre Aktivitäten aufzeichnete. Anschließend wurden sie über mehrere Jahre medizinisch begleitet. So konnten die Wissenschaftler:innen untersuchen, wie sich Sitz- und Bewegungsverhalten auf die Gesundheit auswirken.

Schon nach 30 Minuten wird es kritisch

Das zentrale Ergebnis: Wer länger als 30 Minuten ununterbrochen sitzt, weist statistisch ein höheres Risiko auf, an Krebs zu sterben. Die Forschenden betonen jedoch gleichzeitig, dass sich dieser Effekt offenbar durch regelmäßige Bewegungspausen abschwächen lässt.

Schon ein kurzer Spaziergang kann helfen

Besonders erfreulich: Schon leichte Bewegung, etwa ein kurzer Spaziergang durchs Büro oder sogar Hausarbeiten, könnten einen positiven Effekt haben. Laut der Studie sinkt das Risiko, wenn täglich etwa eine Stunde Sitzen durch leichte Aktivität ersetzt wird, um rund 12 Prozent. Bereits 30 Minuten zügiges Gehen statt Sitzen gingen mit einem um 8 Prozent niedrigeren Risiko einher. Am stärksten fiel der Effekt bei intensiver Bewegung aus: Wer täglich fünf Minuten intensiv trainiert, statt diese Zeit sitzend zu verbringen, reduzierte das Risiko in der Studie um 22 Prozent.

Mann sitzt am Schreibtisch im Office © Getty Images

Die Ergebnisse haben Grenzen

Die Forschenden weisen allerdings darauf hin, dass die Studie einen statistischen Zusammenhang, aber keinen direkten Ursache-Wirkungs-Beweis zeigt.

Auch unabhängige Expert:innen betonen, dass Faktoren wie Beruf, Einkommen oder Lebensstil ebenfalls eine Rolle spielen könnten. Zudem wurden die Bewegungsdaten nur über einen Zeitraum von sieben Tagen erfasst.

Trotzdem ein guter Anlass, öfter aufzustehen

Auch wenn weitere Forschung nötig ist, passt das Ergebnis zu einer Empfehlung, die Gesundheitsexpert schon lange geben: Regelmäßige Bewegung ist wichtig, auch im Alltag.