Optimale Dauer

Mega-Studie enthüllt: SO viel Schlaf ist wirklich gesund

Die besten Tipps für erholsame Nächte
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Genügend zu schlafen ist für den menschlichen Körper sehr wichtig. Doch wie lang soll der Schlaf dauern?
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Seit Jahrzehnten sagt man, dass der Mensch acht Stunden Schlaf benötigt. Bei zu wenig kann es zu vielen gesundheitlichen Problemen führen. Ein schlechter Schlaf kann zu Konzentrationsschwäche, erhöhtem Stress und allgemeiner Gereiztheit am nächsten Tag führen. Bei chronischem Schlafmangel drohen kognitiver Abbau, psychische Erkrankungen und sogar ein vorzeitiger Tod.

Aber auch zu viel kann gefährlich werden. Wissenschaftliche Studien deuten einen U-förmigen Zusammenhang zwischen Gesundheit und Schlafdauer hin, so die Zeitung "The Economist".

Negative Auswirkung bei neun Stunden Schlaf

2015 erschienen zwei große Studien zu diesem Thema. Sie analysierten die ideale Schlafdauer. Die erste Studie wurde in der Fachzeitschrift "Sleep Health" veröffentlicht und untersuchte 575 Studien aus dem Zeitraum zwischen 2004 und 2014. Sie stellten fest, dass für Menschen im Alter von 18 bis 64 die ideale Schlafdauer zwischen 7 und 9 Stunden pro Nacht war. Bei Menschen über 65 Jahren lag die Dauer bei 7 bis 8 Stunden.

Die zweite Studie, veröffentlicht in der Fachzeitschrift "Sleep", analysierte 311 Studien. Sie kam zu dem Schluss, dass etwa 7 Stunden Schlaf optimal seien, wies aber auf die Unsicherheit bezüglich der negativen Auswirkungen von regelmäßig mehr als 9 Stunden Schlaf hin.

Die "biologische Uhr"

Eine aktuellere Studie wurde am 13. Mai in der Fachzeitschrift "Nature" veröffentlicht. Sie verfeinerte die Schätzungen, indem sie die Auswirkung der Schlafdauer auf bestimmte Körperteile untersuchte. Die Forscher wendeten das Konzept der "biologischen Uhr" an. Dieses wird zur Ermittlung des psychologischen Zustands einer Person verwendet. Dabei wird bestimmt, ob der Zustand besser oder schlechter ist, als es ihr chronologisches Alter vermuten lässt.

Die Forscher wandten das Konzept auf einzelne Organe an. Personen mit einer Hirnerkrankung könnten etwa ein "Hirnalter" haben, das höher ist als ihr tatsächliches Alter, so Junhao Wen. Das Forschungsteam um Wen untersuchte den Zusammenhang zwischen Schlafdauer und 23 verschiedenen biologischen Uhren bei 500.000 Erwachsenen. Der Großteil stammte aus der großen Datenbank UK Biobank. Bei 9 Körpersystemen, darunter Gehirn, Lunge, Leber und Haut, konnten sie ein U-förmiges Muster feststellen. Ihre Ergebnisse deuten darauf hin, dass die optimale Schlafdauer bei Frauen 6,5-7,8 Stunden und bei Männern 6,4-7,7 Stunden beträgt.

Andere Faktoren

Jedoch hängt ein guter Schlaf nicht nur von der Schlafdauer ab. "The Economist" zitiert Michael Grandner, einen Psychiater an der Universität von Arizona, dass auch die Qualität, Regelmäßigkeit und Kontinuität des Schlafes wichtig sei. Er erklärt: "Keine Panik wegen irgendeiner bestimmten Zahl, es sei denn, es handelt sich um eine sehr ungewöhnliche Zahl."

Ironisch: Um den Schlaf zu sorgen, kann dies ihn schlechter machen. Eine Umfrage der American Academy of Sleep Medicine aus dem Jahr 2025 ergab, dass 76 Prozent der Befragten aufgrund von Schlafsorgen Schlafeinbußen erlitten hatten. Dr. Wen rät, auf die Signale des Körpers zu hören und ausreichend zu schlafen, um erholt aufzuwachen. 6 bis 8 Stunden Schlaf pro Nacht sind also ideal, aber man sollte sich nicht zu sehr auf die genaue Schlafdauer versteifen.

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