Riskantes Defizit
Mediziner warnt: Zu wenig Schlaf macht krank
Schlaf wird in unserer Gesellschaft oft zu Unrecht als vergeudete Zeit abgetan. Mediziner Christoph Schöbel, Leiter des Schlafmedizinischen Zentrums der Ruhrlandklinik Essen, betont jedoch laut "Focus online", dass die nächtliche Erholung eine der wichtigsten Säulen für ein gesundes Leben ist. Wer regelmäßig zu kurz kommt, gefährdet seinen Körper. Experten empfehlen im Allgemeinen eine Dauer von sechs bis acht Stunden pro Nacht, wobei weniger als sechs Stunden dauerhaft vermieden werden sollten.
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Gefahren durch ein Schlafdefizit
Ein lang anhaltender Mangel an Ruhe hat spürbare Konsequenzen für den Organismus. Das Gehirn leidet, da im Schlaf Erlebtes verarbeitet und die Gedächtnisleistung gesichert wird. Zudem sinkt die körperliche Leistungsfähigkeit, was auch negative Auswirkungen auf den Trainingserfolg im Sport hat. Sogar das Körpergewicht kann steigen, da Schlafmangel den Appetit anregt. Langfristig drohen zudem Herz-Kreislauf-Erkrankungen durch ein überaktives Stress-Nervensystem sowie psychische Belastungen.
Die besten Tipps vom Experten
Um die nächtliche Ruhe zu optimieren, rät die Deutsche Gesellschaft für Schlafforschung und Schlafmedizin zu klaren Routinen. Dazu gehört, morgens immer zur gleichen Zeit aufzustehen und nur müde ins Bett zu gehen. Koffein und Medikamente sollten vier Stunden vor dem Schlafen tabu sein, ebenso wie das Rauchen kurz vor dem Zubettgehen. Zudem sollte auf einen Mittagsschlaf verzichtet und stattdessen auf entspannende Rituale gesetzt werden. Christoph Schöbel empfiehlt außerdem eine kühle Zimmertemperatur von etwa 18 Grad sowie eine möglichst leise und dunkle Umgebung.
Schlafgewohnheiten richtig anpassen
Wichtig ist es auch, abends auf schweres Essen und intensiven Sport direkt vor dem Schlafengehen zu verzichten, da Stresshormone und Verdauungsprozesse das Einschalten des Schlafmodus blockieren. Zudem warnt der Experte vor zu viel Druck: Wer sich zu intensiv mit dem Schlafen beschäftigt, kann eine Störung begünstigen. Das Bett sollte nicht zum Fernsehen oder Handyspielen genutzt werden, um falsche Verknüpfungen im Unterbewusstsein zu vermeiden. Ein gelegentliches Defizit lässt sich am Wochenende ausgleichen, denn eine echte Schlafstörung liegt erst vor, wenn die Probleme über mindestens drei Monate an den meisten Tagen auftreten.
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