Traurig
Mariazeller Advent meldet Insolvenz an
Bei der Gemeinderatssitzung am Donnerstag in Mariazell wurden die weichenstellenden Beschlüsse gefasst. Nach der Insolvenz der "Schweiger’s Stadtmarketing GmbH" im Sommer herrschte Verunsicherung über die Durchführung des traditionellen Marktes. Die Firma von Andreas Schweiger wies eine Überschuldung von rund 125.000 Euro auf. Bürgermeister Fabian Fluch bestätigte nun einen Kooperationsvertrag mit der in Sanierung befindlichen Gesellschaft. Damit findet der Mariazeller Advent wie geplant statt. Laut Fluch hat sich die Gemeinde rechtlich abgesichert, um finanzielles Draufzahlen zu verhindern und die geleistete Vorarbeit zu nutzen.
Neustart für die Mariazellerland GmbH
Ab dem kommenden Jahr greift eine geänderte Struktur für die Großveranstaltung. Die Mariazellerland GmbH, die sich im Besitz der Stadt Mariazell und der Gemeinde Mitterbach am Erlaufsee befindet, übernimmt ab 2027 wieder den operativen Betrieb. Aus strategischen Gründen und wegen langfristiger Absprachen arbeitet Schweiger über einen Werkvertrag weiterhin mit. Bürgermeister Fluch bezeichnete dies als gute Lösung ohne Verlierer, die vom Gemeinderat einstimmig beschlossen wurde.
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Neues Konzept nach dem Jubiläum
Nach dem Jahr 2027 plant die Gemeinde eine grundlegende Überarbeitung der Veranstaltung. Nach 25 Jahren sei es an der Zeit, ein komplett neues Konzept für den Mariazeller Advent zu entwickeln. Die Anpassung des traditionellen Großevents erfordert eine entsprechende Vorlaufzeit für Standler und Buchungen. Der Markt zieht jährlich weit über 100.000 Besucher in den Wallfahrtsort und gilt als größter traditioneller Adventmarkt Österreichs, der unter anderem für seinen zwölf Meter großen hängenden Adventkranz bekannt ist.