Es ist ein Mega-Prozess mit Promi-Faktor. Insgesamt sind bis 17. Dezember elf Verhandlungstage vorgesehen. Mitangeklagt ist neben dem Industriellen Sigi Wolf und dem Ex-Minister auch eine ehemalige Finanzbeamtin.
Steuerschuld von rund 630.000 Euro
Im Zentrum steht der Vorwurf einer "korruptiven Vereinbarung". Laut Anklage soll Wolf der Finanzbeamtin Unterstützung bei der Bestellung zur Vorständin eines Finanzamts zugesichert haben.
Im Gegenzug soll sie ihm eine Steuernachsicht von rund 630.000 Euro ermöglicht haben. Die Staatsanwaltschaft wirft Wolf Bestechung und Bestimmung zum Amtsmissbrauch vor; Schelling ist wegen Amtsmissbrauchs mitangeklagt. Es gilt die Unschuldsvermutung.
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Große Medien-Aufmerksamkeit
Die Vorwürfe werden von allen Angeklagten bestritten. Der Prozess dürfte dennoch für erhebliche Aufmerksamkeit sorgen: Er berührt die Schnittstelle zwischen Wirtschaft, Politik und Verwaltung. Und damit die Frage, ob persönliche Netzwerke Einfluss auf staatliche Entscheidungen genommen haben.