Perseiden

Heute regnet es Sterne im Minutentakt

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Nach der faszinierenden Sonnenfinsternis steht Österreich direkt das nächste astronomische Highlight bevor. Der Sternschnuppenschauer der Perseiden erreicht seinen Höhepunkt unter perfekten Bedingungen.
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In der Nacht auf Donnerstag erreicht der Meteorstrom der Perseiden seinen alljährlichen Höhepunkt. Nach der partiellen Sonnenfinsternis am Mittwochabend, die bei bestem Wetter ein echter Publikumsmagnet war und die Sonne zu fast 90 Prozent verfinsterte, bietet die Dunkelheit nun ideale Voraussetzungen für ein weiteres Himmels-Kino. Da exakt zum Höhepunkt des Schauers Neumond herrscht, fällt störendes Mondlicht gänzlich weg. Fernab von künstlichen Lichtquellen, etwa in den Bergen, rechnen Experten gegen 4 Uhr am Ende der Nacht mit bis zu 90 Sternschnuppen pro Stunde. Theoretisch können es sogar bis zu 100 sein.

Ursprung der rasenden Sternschnuppen

Der Sternschnuppenschauer entsteht, weil die Erde Mitte August die Staubspur des Kometen 109P/Swift-Tuttle kreuzt. Die Partikel, die kaum größer als ein Sandkorn sind, dringen mit über 200.000 km/h in die Erdatmosphäre ein. Bei diesem enormen Tempo, das der Strecke zwischen Wien und St. Pölten in nur einer Sekunde entspricht, werden die Teilchen durch Reibung abgebremst, erhitzt und verglühen schließlich vollständig. Dies unterscheidet sie von Meteoriten, wie jenem, der Anfang Jänner die Pergola eines Einfamilienhauses in Zagersdorf im Burgenland durchschlug, da solche Gesteinsbrocken aufgrund ihrer Größe nur teilweise verglühen. Die Perseiden werden auch als "Tränen des Laurentius" bezeichnet. Die Sichtbarkeitsperiode endet heuer um Montag, 24. August.

Tipps für die beste Sicht

Die dunkelsten Nachtstunden liegen Mitte August zwischen 22.30 Uhr und 3.30 Uhr. Die idealsten Beobachtungsbedingungen herrschen in der zweiten Nachthälfte, da das Sternbild des Perseus, aus dessen Richtung die Leuchterscheinungen zu kommen scheinen, dann höher am Himmel steht. In stark beleuchteten Gebieten wie der Wiener Innenstadt sind pro Stunde etwa drei bis sechs Sternschnuppen zu erwarten, am Stadtrand klettert die Zahl schon auf sechs bis 15. Das Schausiel kann man mit bloßen Augen genießen. Da es einige Zeit dauert, bis sich diese an die Dunkelheit gewöhnen, sollte der Blick auf das Handy zwingend vermieden werden. Wenn Licht zur Orientierung nötig ist, dann am besten von einer Rotlichtlampe.

So gelingt der richtige Wunsch

Die Himmelskörper, die nur rund eine Sekunde lang aufleuchten, wecken seit jeher den traditionellen Brauch des Sich-etwas-Wünschens. Laut der Überlieferung geht ein Wunsch allerdings nur dann in Erfüllung, wenn man ihn während des kurzen Aufleuchtens im Kopf fertig formuliert und danach absolut niemandem weitersagt.