Volksbühne
Mega-Vagina auf dem Theaterdach - Polizeieinsatz
Zumindest haben die Macher der Volksbühne am Rosa-Luxemburg-Platz ein Talent dafür, wie sie für Aufmerksamkeit sorgen können: Nach dem Volksbad-Aufreger inklusive Badeverbotsregel für Weiße folgt nun ein Engagement der österreichischen Skandal-Künstlerin Florentina Holzinger, die ihr schon älteres Stück "A Year Without Summer" mit dem gezeigten, riesigen weiblichen Geschlechtsorgan bewerben lässt.
Holzinger sorgte erst kürzlich in Österreich dafür, dass der sozialdemokratische Kulturminister und Vizekanzler Andreas Babler massiv unter Druck kam: So war aufgeflogen, dass sein Ministerium die Performance von Florentina Holzinger bei der Biennale in Venedig mit 600.000 Euro Steuergeld gefördert hat – mit dieser Summe wurde ein mit Urin gefülltes Schwimmbecken und dessen künstlerische Bespielung mit nackten Frauen finanziert.
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Rotes Tuch verhindert Strafanzeigen
Nun hat es Florentina Holzinger auch in Berlin geschafft, zumindest ein kleines Skandälchen zu exportieren: Die Riesen-Vagina am Dach der Volksbühne sorgte laut Berliner Zeitung für derart viele Proteste und Anrufe bei der Polizei, dass die Exekutive einschreiten musste. Immerhin war die Beine spreizende Nacktpuppe auch direkt im Sichtfeld eine KiTa.
Die Theaterführung ließ dann tagsüber die Riesen-Vagina mit einem roten Tuch abdecken und zeigte alles nur zu Beginn der Vorstellungen, damit eine Strafanzeige verhindert wird.
Bei den Aufführungen ist die metergroße Vagina auf der Bühne zu sehen. Matthias Lilienthal, der Intendant der Volksbühne, versteht die Aufregung nicht wirklich, sagt er der Berliner Zeitung: Die Reaktion auf die Darstellung eines weiblichen Geschlechtsorgans im öffentlichen Raum, einer Darstellung, die ihm im Übrigen eher abstrakt und nicht besonders realistisch erscheine, habe ihn überrascht.