Mietmarkt 2026
Mehr Angebot, aber höhere Miete
Im ersten Quartal 2026 sind die Angebotsmieten in Österreich um 8 Prozent auf rund 16 Euro pro Quadratmeter gestiegen. Gleichzeitig gibt es erstmals seit zwei Jahren wieder mehr Auswahl: Das Angebot an Mietobjekten legte um 9 Prozent zu, während die Nachfrage mit einem Plus von 2 Prozent weitgehend stabil blieb. Das zeigt eine aktuelle Datenanalyse von ImmoScout24.at von 95.000 Inseraten.
"Nach einer spürbaren Angebotsverknappung in den letzten Jahren sehen wir aktuell eine leichte Entspannung am Mietmarkt. Viele Suchende interessieren sich wieder mehr für das Kaufen und dementsprechend weniger für das Mieten von Immobilien. Doch damit sind die strukturellen Probleme und der langfristige Wohnraummangel nicht aus der Welt geschafft. Neue Wohnungen in beliebten Städten haben ihren Preis – und der steigt auch weiter", so Joseph Obiegbu, Geschäftsführer von ImmoScout24 Österreich.
Veränderung Angebotspreise Miete 1. Quartal 2026
Fünf Bundesländer unter dem Österreich-Schnitt
Bei den Mietpreisen zeigt sich ein deutliches Ost-West-Gefälle: Wien bleibt mit 22,41 Euro pro Quadratmeter das teuerste Bundesland, dicht gefolgt von Salzburg mit 21,23 Euro und Tirol mit 21,13 Euro. Deutlich günstiger wohnt es sich in fünf Bundesländern, die unter dem Österreich-Schnitt von rund 16 Euro liegen. Am wenigsten zahlen Mieter:innen im Burgenland mit 11,72 Euro pro Quadratmeter, gefolgt von Niederösterreich (12,98 Euro), Oberösterreich (13,29 Euro), der Steiermark (13,85 Euro) und Kärnten (15,13 Euro). Das Burgenland sticht zusätzlich hervor: Als einziges Bundesland sind die durchschnittlichen Angebotsmieten sogar gesunken.
Mehr Mietwohnungen auf dem Markt
Für Wohnungssuchende gibt es wieder mehr Auswahl: Besonders in Niederösterreich ist das Angebot mit einem Plus von 18 Prozent deutlich gewachsen. Auch Vorarlberg (+15 Prozent), Wien (+10 Prozent) sowie Tirol und Kärnten (je +9 Prozent) verzeichnen spürbar mehr Mietobjekte als im Vorjahr. Eine echte Entwarnung ist das aber nicht: Mehr Angebot bedeutet nicht automatisch günstigere Mieten.
Mietnachfrage: Diese Bundesländer legen deutlich zu
Die Nachfrageentwicklung zeigt ein gemischtes Bild. Während Tirol (+16 Prozent), die Steiermark (+14 Prozent), Vorarlberg und Kärnten (+11 Prozent) deutliche Zuwächse verzeichnen, ist das Interesse in Salzburg (-11 Prozent), im Burgenland (-9 Prozent) und in Wien (-4 Prozent) rückläufig. Der auffällige Rückgang im Burgenland lässt sich auf einzelne Neubauprojekte des letzten Jahres zurückführen. In Salzburg zeigt sich ein markanter Rückgang nur in der Stadt Salzburg, während andere Orte an Interesse gewannen.
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Über die Datenanalyse
Die im April 2026 durchgeführte Analyse basiert auf 95.292 Datenpunkten der ersten drei Monate 2024, 2025 und 2026 der auf ImmoScout24.at veröffentlichten Angebotsdaten. Basis sind Bruttomieten, das heißt die Nettomiete plus Betriebskosten, exklusive Heiz- und Stromkosten. Als Berechnungsmethode für das statistische Mittel wurde der Median gewählt. Der Median hat im Gegensatz zum Mittelwert den Vorteil, dass er nicht durch wenige extrem billige oder wenige extrem teure Objekte verzerrt wird. Analysiert wurden sowohl Wohnungen als auch Häuser, die zur Miete angeboten werden.