Preisfrage
Wohnen wird teurer: Graz und Klagenfurt holen auf
Der Mietmarkt in Österreichs Landeshauptstädten bleibt dynamisch. Zwischen Jänner und April 2026 entwickelten sich die Angebotspreise im Jahresvergleich regional unterschiedlich. Das zeigt eine aktuelle Datenanalyse von ImmoScout24.at auf Basis von 35.300 Wohnungsinseraten. Besonders in Städten mit bisher moderatem Mietniveau wie Graz und Klagenfurt stiegen die Preise deutlich. In hochpreisigen Märkten wie Innsbruck, Bregenz und Salzburg schwächte sich der Anstieg hingegen ab oder die Angebotspreise gingen leicht zurück, so Markus Dejmek, Geschäftsführer von ImmoScout24 Österreich.
Wien bleibt teuer, Graz und Klagenfurt holen auf
In Wien bleibt Wohnen teuer: Die Angebotsmieten steigen um 10 Prozent auf 22,45 Euro pro Quadratmeter. Noch stärker ziehen die Preise jedoch in Graz und Klagenfurt an. In Graz geht es um 11 Prozent auf 15,15 Euro, in Klagenfurt sogar um 20 Prozent auf 16,99 Euro pro Quadratmeter nach oben. Der besondere Preisanstieg ist unter anderem auf angebotene Neubauwohnungen zurückzuführen, die den kleinen lokalen Markt stark beeinflussen können. "Ein kleiner Mietmarkt wie Klagenfurt wird von einzelnen Gebäuden und Angeboten stark beeinflusst. Da Neubau-Objekte in der Regel wesentlich teurer sind als gebrauchte Immobilien, führen sie zu einem Anstieg der lokalen durchschnittlichen Angebotspreise", so Markus Demjek.
Landeshauptstädte: Angebotspreise Miete 2026
Innsbruck bleibt teuerster Markt
Trotz eines Rückgangs um 6 Prozent bleibt Innsbruck mit 24,23 Euro pro Quadratmeter die teuerste Landeshauptstadt Österreichs. Auch Salzburg bewegt sich mit 21,96 Euro pro Quadratmeter weiterhin auf sehr hohem Niveau, obwohl die Preise dort leicht um 1 Prozent gesunken sind. Ähnlich verhält es sich in der westlichsten Landeshauptstadt Bregenz, die mit einem Minus von 1 Prozent weiterhin an der 20-Euro-Marke kratzt.
Günstiger wohnen in Linz, Eisenstadt und St. Pölten
Neben Graz bleiben auch in Linz, Eisenstadt und St. Pölten die Mieten vergleichsweise erschwinglich. Linzer Wohnungen werden im Schnitt um 15,51 Euro pro Quadratmeter angeboten, das sind um 4 Prozent weniger als noch vor einem Jahr. In Eisenstadt blieben die Angebotsmieten mit 14,59 Euro pro Quadratmeter unverändert. Auch St. Pölten entwickelte sich mit einem Plus von 3 Prozent auf 13,35 Euro pro Quadratmeter moderat und zählt weiterhin zu den günstigeren Landeshauptstädten Österreichs.
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Über die Datenanalyse
Die im Mai 2026 durchgeführte Analyse basiert auf 35.330 Datenpunkten jeweils vom 1. Jänner bis zum 30. April der Jahre 2025 und 2026 der auf ImmoScout24.at veröffentlichten Angebotsdaten. Basis sind Bruttomieten, das heißt die Nettomiete plus Betriebskosten, exklusive Heiz- und Stromkosten. Als Berechnungsmethode für das statistische Mittel wurde der Median gewählt. Der Median hat im Gegensatz zum Mittelwert den Vorteil, dass er nicht durch wenige extrem billige oder wenige extrem teure Objekte verzerrt wird.
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