Wahlkampf
Merz wird von eigener Partei verbannt
Die CDU in Mecklenburg-Vorpommern befürchtet bei der Landtagswahl am Sonntag, 20. September 2026, einen Absturz unter die Fünf-Prozent-Grenze. "Die Bundespolitik steht tatsächlich absolut in der Kritik hier in Mecklenburg-Vorpommern", sagte Spitzenkandidat Daniel Peters dem Sender WELT TV. Dies werde er auch "knallhart nach Berlin" kommunizieren. "Friedrich Merz, hin oder her – es geht um die Landespolitik in Mecklenburg-Vorpommern", ergänzte Peters. Seine Partei befinde sich "in einer ernsten Lage. Wir führen mittlerweile einen Existenzkampf."
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Kein Kanzler-Auftritt vor der Wahl
Vor der Wahl am Sonntag, 20. September 2026, wird es keinen Auftritt von Merz mehr im Nordosten geben. Bei seinem bisher einzigen Wahlkampf-Auftritt in Kühlungsborn war der Kanzler teilweise ausgepfiffen und beschimpft worden. "Im Moment sind die Menschen von der Bundespolitik hier bei mir sehr enttäuscht, und darunter leiden wir", betonte Peters. Die schwarz-rote Koalition in Berlin habe "offenbar noch nicht verstanden, worum es eigentlich geht". In jüngsten Umfragen kommt die Landes-CDU nur noch auf sieben Prozent.
Sorge vor dem Landtags-Aus
"Die Sorge vor dem Scheitern an der Fünf-Prozent-Hürde ist da", sagte CDU-Fraktionsvize Marc Reinhardt dem "Tagesspiegel". Auch der frühere Partei- und Fraktionschef Eckhardt Rehberg erklärte gegenüber der Zeitung: "Es gibt nach den Umfragen die Gefahr, dass die CDU aus dem Landtag Mecklenburg-Vorpommern herausfällt."
Rücktrittsforderung aus den eigenen Reihen
Noch deutlicher äußerte sich der stellvertretende Landesvorsitzende Tino Schomann im NDR. "Berlin trägt die Hauptverantwortung", urteilte er und fügte hinzu, dass es keinen Rückenwind aus der Hauptstadt gegeben habe. Über Merz sagte Schomann: "Wir brauchen eine Persönlichkeit, die Empathie, Glaubwürdigkeit und Verlässlichkeit vermittelt. Er hat gezeigt, dass er das nicht kann. Für die Position ist er in meinen Augen ungeeignet, um das Land auch zu einen und die Probleme im Land zu lösen."