Spritpreis steigt

Alarm: Angriffe der Huthis treffen auch uns Autofahrer

Die Huthis gefährden nun noch zusätzlich Europas Energeversorgung.
© AFP
Das Tanken könnte in Deutschland nun noch teurer werden: Nachdem der Iran die Straße von Hormus kontrolliert, gefährden nun die Huthis im Jemen die Schifffahrt in der Meerenge Bab al-Mandab. Und: Saudi-Arabien hat die wichtige Ost-West-Pipeline nach Drohnen-Angriffen abgeschaltet.
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Die riesigen Öltanker auf dem Weg aus dem Persischen Golf und aus Asien zum Suezkanal müssen nur wenige Kilometer entfernt an den Stellungen der mit dem Iran verbündeten Miliz vorbei. Die Huthis versichern, der Verkehr bleibe sicher – außer für saudische Schiffe.

Zugleich hat Riad seine Ost-West-Pipeline vorsorglich abgeschaltet: Drohnen aus dem Irak trafen Pumpstationen in den Regionen Riad und Medina; Satellitenbilder zeigten Brände. Die mehr als 1200 Kilometer lange Leitung kann bis zu sieben Millionen Barrel am Tag vom Golf ans Rote Meer pumpen – genau der Umweg, den Saudi-Arabien seit der Hormus-Blockade stärker nutzte. In den vergangenen Monaten flossen darüber schätzungsweise vier bis fünf Millionen Barrel täglich, rund vier bis fünf Prozent der Weltversorgung. Diese Menge fehlt nun zumindest vorübergehend.

ADAC rechnet mit Preisschub

Damit sind beide Schifffahrtsrouten an der Arabischen Halbinsel unter Druck: Hormus im Osten, Bab al-Mandab im Westen.

Brent notierte um die 100 bis 110 Dollar, weit über dem Vorkriegsniveau von etwa 70 Dollar. An deutschen Zapfsäulen lag Super E10 zuletzt im Schnitt bei mehr als 2,25 Euro, Diesel über 2,30 Euro – und der ADAC rechnet mit weiteren Aufschlägen, sobald die neue Verknappung in den Raffineriepreisen ankommt.

Für alle Autofahrer heißt das: Der nächste Preisschub kommt sicher.

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