Neue Daten

Bayern: Mehr Tötungsdelikte, mehr Zuwanderer als Täter

Jetzt liegen neue Daten zu den Mordfällen in Bayern vor.
© Getty Images
Mehr Fälle, mehr Tatverdächtige, ein höherer Ausländeranteil: Nach einer Anfrage im Landtag legt die bayerische Staatsregierung genauere Zahlen zu Tötungsdelikten vor. Die Daten zeigen: Fast jeder zweite Tatverdächtige ist ein Migrant. Die AfD fordert eine genauere Untersuchung.
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Die bayerische Polizei bearbeitete im Vorjahr 405 Fälle von Mord und Totschlag, das sind 39 mehr als 2024 – ein Plus von 10,7 Prozent. Die Zahl der Tatverdächtigen stieg von 408 auf 466.

Von den mutmaßlichen Tätern hatten 246 die deutsche und 220 eine ausländische Staatsangehörigkeit. Der Anteil nicht-deutscher Verdächtiger kletterte von 42,6 auf 47,2 Prozent. Die gesondert erfassten Zuwanderer – Asylbewerber, Geduldete, Schutzberechtigte oder Menschen ohne legalen Aufenthalt – stellten 88 Personen, 18,9 Prozent aller Verdächtigen. Unter den Ausländern lagen Rumänen (31) vorn, gefolgt von Syrern (27), Türken (18) und Afghanen (17).

Zum Vergleich: Nicht-deutsche Einwohner machen in Bayern rund 16 bis 18 Prozent der Bevölkerung aus. Der Anteil bei den Tötungsverdächtigen liegt damit deutlich höher.

Konkretere Ursachenforschung gefordert

Die bayerische Staatsregierung nennt mögliche Faktoren – wie Demografie, soziale Lage, Migration, Urbanisierung – und erklärt, empirische Ursachenstudien lägen nicht vor. Deshalb wolle sie nicht spekulieren.

Der AfD-Abgeordnete Jörg Baumann hält das für unzureichend: Migration werde selbst als Einflussfaktor genannt, eine Untersuchung aber abgelehnt. Er fordert, Mehrfachstaatsangehörigkeiten gesondert auszuweisen, wie es Nordrhein-Westfalen bereits tut, und konsequentere Abschiebungen nach Verurteilungen – auch nach Syrien und Afghanistan sowie den Entzug der Freizügigkeit für straffällige EU-Bürger.

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