AK berät im Grätzl

Mietwucher: Wiener zahlen 134 Millionen Euro zu viel

© Lukas Beck
Wiens Mieter greifen laut Arbeiterkammer jedes Jahr tief in die Tasche, bei vielen befristeten Altbau-Mietverträgen wird sogar deutlich zu viel kassiert.
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Die Arbeiterkammer Wien startet heute (31. August) eine Spezialaktion im 20. Bezirk: Bis 5. September ist sie mit Teams rund um den Wallensteinplatz unterwegs, um mit Mietern über ihre Wohnkosten zu sprechen. Parallel dazu steht das AK Mobil bereit, wo Interessierte ihre Mietverträge kostenlos und ohne Anmeldung überprüfen lassen können. Die Wohnrechtsexperten analysieren die Unterlagen vor Ort und informieren anschließend über das Ergebnis.

Nach Berechnungen der AK nämlich zahlen Wiener bei privaten Altbauwohnungen insgesamt 134 Millionen Euro pro Jahr zu viel Miete. Die unzulässigen Aufschläge sollen durchschnittlich 36 Prozent betragen. Soll heißen: Betroffene legen im Schnitt über 2.200 Euro jährlich zu viel auf den Tisch. Verantwortlich dafür sollen unter anderem fehlende Befristungsabschläge, fragwürdige Lagezuschläge und überhöhte Mietforderungen sein.

AK Wohnrechtsexpertin Simone Brunnhauser. © Erwin Schuh

Besonders deutlich zeigt sich das laut AK bei langjährigen befristeten Verträgen. So musste etwa ein Mieter einer 80-Quadratmeter-Wohnung über Jahre hinweg steigende Mieten akzeptieren, ehe ein Verfahren eingeleitet wurde. Am Ende erhielt er 28.500 Euro zurück - laut AK ein Negativbeispiel dafür, wie stark befristete Mietverhältnisse Mieter unter Druck setzen können.