Causa Gunkl

Mikl-Leitner: "Unverständlich, dass er noch auf freiem Fuß ist"

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Deutliche Worte von der Landeshauptfrau: Johanna Mikl-Leitner meldet sich in der Causa Gunkl mit einer Breitseite gegen das heimische Strafrecht zu Wort – und lässt kein gutes Haar an der aktuellen Rechtslage.
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„Als Mutter macht mich das Schicksal dieses kleinen Kindes zutiefst betroffen", so Mikl-Leitner. „Mir fehlen die Worte, wenn ich daran denke, was dieses Kind mitmachen musste. Es ist grausam und macht mich wütend."

„Unverständlich, dass er noch auf freiem Fuß ist"

Besonders empört zeigt sich die Landeshauptfrau darüber, dass der mutmaßliche Täter weiterhin in Freiheit ist – und dort offenbar sogar mediale Aufmerksamkeit sucht. „Kein normaldenkender Mensch in diesem Land versteht, warum dieser Mann noch auf freiem Fuß ist. Und in seinem Zuhause Videos von sich aufzeichnen und veröffentlichen kann – seine Reue inszeniert – während das Opfer ein Leben lang mit den Folgen seiner Tat, seiner Entscheidungen leben muss."

Ruf nach schärferen Gesetzen wird lauter

Die Unabhängigkeit der Justiz stellt Mikl-Leitner nicht infrage, macht aber klar: Nachvollziehen könne sie diese Entscheidung dennoch nicht. Zumal es sich nicht um einen Einzelfall handle: „Das ist auch nicht der erste derart gelagerte Fall, in dem ein prominenter Kinderschänder trotz Geständnis auf freiem Fuß bleibt."

Nationalrat in der Pflicht

Die Landeshauptfrau geht noch weiter und nimmt die Politik in die Pflicht: Die vergleichsweise milden Strafen für Sexualdelikte wie Kindesmissbrauch und Vergewaltigung seien schon lange nicht mehr nachvollziehbar. Ihre Forderung an den Nationalrat ist unmissverständlich – die Gesetze müssten umgehend verschärft werden. Ihr Schlusswort bringt die Botschaft auf den Punkt: „Und unsere Kinder verdienen dabei unseren größten Schutz."