Der Herbst zeigt sich in Österreich von seiner kühlen Seite. In der Früh können die Temperaturen bereits unter null Grad sinken, am Wochenende wird es unbeständig. Das passt zumindest teilweise zu einer alten Bauernregel, die ausgerechnet den 23. Oktober als möglichen Beginn der ersten Kälte nennt.
"So bringt er mit die erste Kält‘"
"Wenn’s Sankt Severin gefällt, so bringt er mit die erste Kält‘", lautet der traditionelle Spruch. Der 23. Oktober ist dem heiligen Severin von Köln gewidmet. In der bäuerlichen Wetterüberlieferung gilt dieser Lostag als Hinweis darauf, dass bald die ersten deutlich kälteren Tage bevorstehen könnten.
Gemeint sind vor allem kalte Nächte, Reif und die ersten Froststunden. Früher dienten solche Regeln als Orientierung für die letzten Arbeiten vor dem Winter. Ob sich das Wetter tatsächlich nach dem Kalender richtet, ist allerdings eine andere Frage.
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In Österreich droht Bodenfrost
Ein Blick auf die aktuelle Prognose zeigt: Zumindest bei den Temperaturen in der Früh könnte die Bauernregel einen Treffer landen. Laut den Wetterprognosen liegen die Tiefstwerte am Freitag österreichweit zwischen minus 4 und plus 5 Grad. Tagsüber werden meist 10 bis 16 Grad erreicht, örtlich sind mit Föhn auch rund 18 Grad möglich.
Am Samstag wird es deutlich wechselhafter. Vor allem im Westen und Süden ist mit Regen zu rechnen, die Schneefallgrenze kann zeitweise auf etwa 1.000 bis 1.300 Meter sinken. Damit könnte es auf den Bergen bereits winterlich werden.
Noch kein Wintereinbruch
Von einem flächendeckenden Kälteeinbruch kann allerdings keine Rede sein. Die Temperaturen bleiben tagsüber für Ende Oktober vielerorts im herbstlichen Bereich. Außerdem zeichnet sich ab Beginn der neuen Woche wieder eine Erwärmung ab: Verbreitet sind dann Höchstwerte um 15 Grad möglich, örtlich auch bis zu 20 Grad.
Ganz vom Tisch ist ein Wintereinbruch damit aber nicht. Im weiteren Herbstverlauf können Kaltluftvorstöße die Temperaturen in Österreich deutlich sinken lassen. Ob es tatsächlich schon bald zu einem kräftigen Kälteeinbruch kommt, ist derzeit allerdings noch offen.