Ein besonders spektakulärer Fall beschäftigt derzeit die Wiener Justiz: Eine 28-Jährige soll am 24. Dezember 2025 Opfer eines spektakulären Einbruchs geworden sein. Laut Anklage erbeutete der mutmaßliche Täter, ein 44-jähriger Georgier, der insgesamt für mehrere Einbrüche verantwortlich sein soll, alleine bei ihr Waren in der Höhe von rund 1 Million Euro.
Besonders brisant: Bei dem Opfer handelt es sich laut oe24-Informationen um die Tochter eines russischen Öl-Millionärs, der sich mittlerweile in Wien niedergelassen hat. Während die junge Erbin, die selbst als Geschäftsführerin einer Immobilienfirma fungiert, genau zu Weihnachten nicht in ihrem Luxus-Penthouse in der Wiener City war, soll der 44-jährige Georgier gemeinsam mit einem bislang unbekannten Mittäter in ihr Apartment eingedrungen sein.
Die Dimension der Beute ist außergewöhnlich: Neben wertvollem Schmuck und mehreren Luxusuhren sollen auch etliche Pelzmäntel, Taschen sowie vier Koffer entwendet worden sein. Nach Darstellung der Staatsanwaltschaft summiert sich der Schaden, wie bereits erwähnt, auf rund eine Million Euro.
Der Angeklagte, der vom renommierten Strafverteidiger Nik Rast vertreten wird, soll zu den Einbrüchen an sich geständig sein. "Mein Mandant bestreitet allerdings die immense Summe der Beute", so sein Anwalt. Laut Rast hätte der Angeklagte niemals so viele Luxusgegenstände aus der Wohnung tragen können, wie ihm nun vorgeworfen wird.
Auch interessant
Einbruch bei Polit-Star scheiterte an der Tür
Der mutmaßliche Millionen-Coup soll Teil einer Serie von Einbruchsdiebstählen gewesen sein. Am selben Weihnachtstag soll der 44-Jährige laut Anklage noch zwei weitere Wohnungen ins Visier genommen haben.
Bei einem der Objekte soll es sich um die Wohnung eines prominenten Polit-Stars handeln, der auch aus dem Fernsehen bekannt ist. Der Angeklagte soll allerdings bereits an der Wohnungstüre des Polit-Stars gescheitert sein. Er schaffte es nicht, diese aufzubrechen – und musste unverrichteter Dinge wieder abziehen.
In einer weiteren Wohnung soll der 44-Jährige hingegen ins Innere gelangt sein. Dort soll er die Räume durchsucht haben, allerdings ohne Beute wieder verschwunden sein.
Die ersten Vorwürfe betreffen einen Zeitraum zwischen 26. Juli und 18. August 2024. Damals soll der Angeklagte den Schließzylinder einer Wohnungstür in der Wiener City aufgebrochen und anschließend mit einem Baustellenschlüssel die Wohnung betreten haben. Gestohlen worden sein soll eine Seiko-Uhr im Wert von etwa 250 Euro.
Die Staatsanwaltschaft wirft ihm gewerbsmäßigen Einbruchsdiebstahl vor. Als Motiv wird eine schwierige finanzielle Situation und die Absicht genannt, mit den Einbrüchen regelmäßig Geld zu verdienen.
Der 44-Jährige ist in Österreich bislang unbescholten. Die Vorwürfe müssen nun vor dem Landesgericht für Strafsachen Wien geklärt werden. Es gilt die Unschuldsvermutung.