Ukraine
Modi macht Druck auf Putin: Ende des Krieges
Dialog und Diplomatie seien der richtige Weg, um Konflikte zu beenden, sagte Modi nach Angaben des indischen Außenministeriums bei einem Treffen mit Putin am Freitag in Neu-Delhi. Indien sei bereit, bei Friedensbemühungen zu unterstützen.
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Vor Beginn eines zweitägigen Gipfeltreffens der Staatengruppe BRICS am Samstag sprachen Modi und Putin bilateral über die indisch-russischen Beziehungen. Auch die Ukraine war ein Thema, wobei es in der Formulierung des indischen Außenministeriums um Konflikte "in der Schwarzmeerregion" ging.
Indien ist Großabnehmer für russisches Öl und Getreide. Es leidet unter den Schwierigkeiten der Schifffahrt auf dem Schwarzen Meer, verursacht durch wechselseitige russische und ukrainische Angriffe. Indische Seeleute sind schon Opfer der Drohnenattacken geworden.
Putin vor laufender Kamera ermahnt
Indien verhält sich in dem Konflikt eher pragmatisch. Neu-Delhi pflegt enge Beziehungen sowohl zu westlichen Partnern als auch zu Russland. Bei einem Treffen in Kirgistan Ende August forderte Modi aber vor laufenden Kameras von Putin ein Ende der Kämpfe. Der Weg von einem endlosen Krieg hin zum Ende des Krieges müsse eingeschlagen werden, sagte er. Putin entgegnete damals, dass Russland auf dem Weg sei.
Wie deutlich die Worte Modis diesmal in Neu-Delhi waren, blieb unklar. Putins außenpolitischer Berater Juri Uschakow bestätigte, dass über die Ukraine gesprochen worden sei. Das meldete die russische Nachrichtenagentur TASS. Putin habe Modi außerdem über den Besuch der US-Gesandten Jared Kushner und Steve Witkoff informiert.
Nach Angaben der Regierung in Neu-Delhi vereinbarten Modi und Putin, die spezielle strategische Partnerschaft beider Länder verstärken zu wollen. Die Kooperation verzeichne nach wie vor ein erhebliches Wachstum.
Bei dem BRICS-Gipfeltreffen soll es um Handel, Technologie und regionale Konflikte gehen. BRICS steht für die Anfangsbuchstaben der ersten fünf Mitglieder Brasilien, Russland, Indien, China und Südafrika. Mittlerweile ist die Staatengruppe aber gewachsen.