Eigentlich ist Verleger-Urgestein Christian W. Mucha in der Öffentlichkeit vor allem dafür bekannt, dass er seine hymnischen Lobeshymnen und schwärmerischen Worte fast ausschließlich für seine eigene Ehefrau Ekaterina reserviert. Doch in seiner neuesten Kolumne machte der Verleger eine bemerkenswerte Ausnahme, denn ein Beitrag auf oe24 faszinierte ihn derart, dass er aus dem Schwärmen gar nicht mehr herauskam. Unter dem Titel "Einfach genial" analysierte Mucha den jüngsten Paris-Auftritt von Kulturmanagerin Leona König, die über die angespannte Lage in der französischen Metropole berichtete.
Während Mucha mit der restlichen Promiszene schonungslos ins Gericht geht und das Treiben heimischer Möchtegern-Stars als derart skurril abstempelt, dass es "schon an Erbärmlichkeit grenzt", hebt er zwei Persönlichkeiten positiv hervor: Die brillant gemanagte Silvia Schneider und eben Leona König, die Partnerin von Ex-ORF-Generaldirektor Alexander Wrabetz.
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Die filmreife Inszenierung im schwarzen Mantel
Was für flüchtige Betrachter wie ein modischer Schnappschuss wirkt, entpuppt sich laut Muchas akribischer Analyse als meisterhaft orchestrierter PR-Coup. König zeigte sich in Paris mit erblondeter Mähne und einem glänzenden, schwarzen Vinyl-Mantel. Für Mucha ist diese Optik keineswegs dem Zufall geschuldet, sondern ein bewusstes, hochintelligentes Filmzitat. Ein schwarzer Mantel, blondes Haar und die Kulisse von Paris, diese drei Zutaten genügen, um im Kopf des Publikums sofort die legendäre Catherine Deneuve im Meisterwerk "Belle de Jour" von 1967 wachzurufen, für die Yves Saint Laurent einst den berühmten Trenchcoat schuf.
Auch stilistische Parallelen zu Romy Schneider in "Max et les Ferrailleurs" aus dem Jahr 1971 oder historischen Regenmantel-Aufnahmen von Brigitte Bardot erkennt der Verleger sofort. Wer solche Ikonen der Filmgeschichte zitiere, lande garantiert auf der Titelseite, so Muchas Fazit über den perfekt inszenierten Femme-fatale-Look.
Wrabetz hält sich aus der PR heraus
Auf Nachfrage stellte Alexander Wrabetz, mit dem König seit 2022 liiert ist, gegenüber Mucha klar, dass hinter diesen Auftritten allein der Scharfsinn seiner Lebensgefährtin steckt. Der vielbeschäftigte Medienmanager und Präsident der Wiener Symphoniker sowie des SK Rapid betonte, dass er die gesamte Öffentlichkeitsarbeit komplett Leona überlasse.
König hat sich ihren Erfolg hart erarbeitet. In Prag aufgewachsen und mit einem Wirtschaftsstudium ausgestattet, schuf die Kulturmanagerin nach der Initiative ihrer klavierspielenden Tochter das Nachwuchs-Förderformat "Die Goldene Note" sowie die ORF-Reihe "Stars und Talente by Leona König". Ob ihr neues Styling, ihre Leidenschaft für Pferde oder die Berichterstattung aus Paris: König überlässt nichts dem Zufall. Für Mucha steht fest, dass sie mit ihrer subtilen Deneuve-Inszenierung den Vogel abgeschossen hat.