In der Regentonne
Mückenplage im Garten? Die besten Hausmittel gegen Larven
Kaum ist der Sommer da, schlagen sie wieder zu: Mücken. Die lästigen Blutsauger machen laue Sommerabende auf Balkon und Terrasse zur Geduldsprobe. Gerade noch entspannt im Liegestuhl, im nächsten Moment surrt es am Ohr und der Stich ist schon gesetzt. Doch Sie müssen den Plagegeistern nicht kampflos das Feld überlassen. Mit ein paar simplen Tricks machen Sie den Mückenlarven den Garaus, bevor sie überhaupt schlüpfen können.
Warum die Regentonne der absolute Mücken-Hotspot ist
Stehendes Wasser, wohlige Wärme durch die Sommersonne und dazu noch organische Reste wie Algen oder Blätter, für eine Mückenmutter gibt es keinen besseren Ort auf der Welt. In so einer Regentonne kann sie ungestört bis zu 300 Eier auf einmal ablegen. Da in geschlossenen Tonnen natürliche Fressfeinde wie Fische oder hungrige Libellenlarven fehlen, schlüpft die nächste Generation der kleinen Blutsauger völlig ungefährdet. Wenn es im Wasser also erst einmal wimmelt, ist es höchste Zeit zu handeln.
Die besten Hausmittel und Tricks gegen Mückenlarven
Der Speiseöl-Trick
Eines der bekanntesten und einfachsten Hausmittel ist simples Speiseöl aus der Küche. Schon ein Esslöffel Pflanzenöl reicht oft aus, der auf die Wasseroberfläche geträufelt wird, gerne auch gepimpt mit ein bis zwei Tropfen Zimtöl. Das Öl legt sich als feiner Film über das Wasser und verändert die Oberflächenspannung. Das Ergebnis: Die Mückenlarven können sich zum Atmen nicht mehr an der Oberfläche halten und ertrinken.
Achtung: Bei sehr starker und direkter Sonneneinstrahlung kann das Öl ranzig werden und unangenehm riechen. Wenden Sie diesen Trick also sparsam an. Das Gießwasser für Ihre Pflanzen bleibt dabei völlig unbedenklich.
Ätherische Öle und Pflanzen
Mücken sind extrem geruchsempfindlich und hassen bestimmte Düfte! Eine Duft-Mischung mit Wasser und Tropfen von Nelkenöl, Zitronengras oder Lavendel kann enorm dabei helfen, die Insekten von vornherein abzuwehren. Auch die direkte Bepflanzung rund um die Regentonne mit stark duftenden Kräutern wie Zitronenmelisse, Basilikum oder Schnittlauch macht die Wasserstelle für die eierlegenden Weibchen extrem unattraktiv.
Die biologische Geheimwaffe
Zwar kein Mittel aus dem Küchenschrank, aber das wohl effektivste und umweltschonendste Präparat überhaupt. Das Bakterium Bacillus thuringiensis israelensis (B.t.i.) ist ein biologischer Wirkstoff, der in kleinen Tabletten oder als Tropfen (oft im Gartencenter erhältlich) direkt ins Wasser gegeben wird. Die Bakterien produzieren spezielle Eiweißkristalle, die gezielt nur im alkalischen Darm der Mückenlarven toxisch wirken und diese rasch abtöten. Für Menschen, Haustiere, Bienen oder andere Gartennützlinge ist das Mittel völlig harmlos. Eine einzige Anwendung wirkt oft bis zu 4 Wochen.
Spülmittel? Lieber nicht!
Oft wird im Internet empfohlen, einen Schuss Spülmittel in die Tonne zu geben, um – ähnlich wie beim Öl – die Oberflächenspannung zu zerstören. Das funktioniert technisch zwar, doch handelsübliches Spülmittel enthält Tenside und chemische Stoffe, die nicht ungefiltert in die Umwelt gelangen sollten. Wer will das schon beim nächsten Gießen quer im Gemüsebeet verteilen? Garten-Experten raten daher dringend von der Spülmittel-Methode ab.
Vorbeugen ist besser als bekämpfen
Wollen Sie den nervigen Kampf gegen die Mückenlarven erst gar nicht führen müssen? Dann machen Sie die Tonne dicht.
Ein engmaschiges Mückennetz (das man einfach über die Tonne spannt) oder ein gut sitzender Deckel sind der absolute Gamechanger. So kommen die Mücken gar nicht erst ans kühle Nass, um ihre Eier abzulegen. Haben Sie in Ihrer offenen Regentonne aktuell nur einen sehr leichten Befall festgestellt, können Sie die wenigen Larven auch ganz einfach und schnell mit einem feinen Kescher abfischen.