Mord-Prozess
"Stimmen gehört": Mutter tötete eigenen Sohn (11)
Die brutale Tat einer Mutter in einer Wohnung in Leoben beschäftigt heute, Montag, das Landesgericht vor Ort: Eine Wienerin (39) muss sich vor einem Geschworenengericht wegen Mordes an ihrem eigenen Sohn verantworten. Sie soll Anfang des Jahres auf den erst 11 Jahre alten Bub eingestochen und ihn getötet haben. Der Vorwurf lautet Mord.
Kurz nach ihrer Festnahme soll die Frau die schwere Tat eingeräumt haben. Nach bisherigen Ermittlungen fügte sie ihrem eigenen Kind tödliche Stich- und Schnittverletzungen zu, sie soll ihm die Kehle durchgeschnitten haben.. Anschließend verletzte sie sich selbst und alarmierte die Rettung. Die Einsatzkräfte fanden den Buben schließlich tot in der Wohnung.
Die Mutter soll laut einem Bericht der "Kleinen Zeitung" Verbindungen zu einem satanischen Kult gehabt haben. Sie habe vor der Tat Stimmen gehört.
Die Verhandlung ist derzeit für nur einen Tag angesetzt. Neben der Angeklagten sollen drei Sachverständige gehört werden. Eine zentrale Frage ist die Zurechnungsfähigkeit der Frau zum Zeitpunkt der Tat. Dazu wurde bereits ein Gutachten erstellt. Nach der Anklage spricht derzeit nichts für eine Unterbringung in einem forensisch-therapeutischen Zentrum. Das Urteil soll nach dem eintägigen Prozess fallen.