21 Bögen

Nach 170 Jahren: Wiener Ziegel-Riesen müssen weg

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In der Leopoldstadt verschwinden 21 historische Viaduktbögen, doch ihr ihnen eigener Charme soll das Stadtbild auch künftig prägen.
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Wo einst Züge über mächtige Ziegelbögen rollten, bestimmen jetzt Bagger und schweres Gerät die Szenerie. Dabei wird zwischen Praterstern und Donaukanal ein Stück Wiener Eisenbahngeschichte abgetragen: Gut 170 Jahre haben die alten Viadukte überdauert, nun haben sie das Ende ihrer Lebensspanne erreicht. Seit September laufen die Abbrucharbeiten – mitten in einem dicht verbauten Grätzel, in dem Fußgänger, Radler und Autofahrer auch weiterhin ausreichend Platz brauchen.

Abriss der 170 Jahre alten Viadukte zwischen Praterstern und Donaukanal. © ORF

Insgesamt 21 Bögen müssen weichen, für jeden einzelnen sind rund zwei Tage Arbeit nötig. An ihre Stelle tritt eine neue Brücke. Ganz verschwinden soll der vertraute Anblick aber nicht: Die markante Bogenform wird an der Fassade des Neubaus wieder aufgegriffen. Unter der künftigen Brücke sind Geschäftslokale geplant, noch werden dafür passende Betreiber gesucht. Neu gestaltet werden soll im Zuge dessen auch das hiesige Straßenumfeld.

Visualisierung der zu entstehenden Viadukte im 2. Bezirk. © ÖBB

Die Bauarbeiten sind Teil der großen Sanierung der Wiener S-Bahn-Stammstrecke. So werden zusätzlich auch zwischen Rennweg und Wien Mitte Mauern erneuert und der Bahnsteig der Station Quartier Belvedere um 60 Meter in Richtung Schweizergarten verlängert. Die S-Bahn soll voraussichtlich im November 2027 wieder fahren. Trotz des Kabelbrands im August liegen die Arbeiten laut aktuellem Stand im Zeitplan, wie die Stadt Wien vermeldet.