Schnee zu teuer

Nach 50 Jahren: Steirisches Skigebiet dreht große Lifte ab

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Eine lange Wintersport-Ära geht in der Steiermark zu Ende: Am Gaberl werden die großen Schlepplifte künftig nicht mehr in Betrieb genommen. Für Betreiber Thomas Gauss ist der klassische Skibetrieb wirtschaftlich nicht mehr tragbar.
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Der Hauptgrund für das Aus sind die hohen Kosten für die künstliche Beschneiung. Laut Gauss verschlang sie zuletzt rund die Hälfte des Umsatzes. Gleichzeitig gingen die Einnahmen aus dem Liftbetrieb zurück.

Ohne künstlichen Schnee sei ein verlässlicher Skibetrieb nicht mehr möglich, erklärte der Betreiber gegenüber dem ORF Steiermark. Für das kleinere Skigebiet sei die finanzielle Belastung damit zu groß geworden.

Kinderlift bleibt erhalten

Ganz ohne Wintersport soll es am Gaberl aber nicht weitergehen. Der kleine Lift im Bereich der Kinderwiese beziehungsweise das Kinderland soll bestehen bleiben. Damit sollen auch künftig die ersten Schwünge auf Skiern möglich sein.

Auch Langlaufen und Wandern sollen weiterhin angeboten werden. Das Gebiet will sich damit stärker auf Freizeitaktivitäten konzentrieren, die nicht vom Betrieb der großen Schlepplifte abhängig sind.

Die großen Liftanlagen sind bereits zum Verkauf ausgeschrieben. Ob sich ein Käufer findet und was mit den Anlagen künftig passiert, ist derzeit offen. Eine Rückkehr zum regulären Skibetrieb ist damit vorerst nicht absehbar.

Schon im April wurde um die Zukunft gekämpft

Bereits im April hatte Gauss nach Geldgebern gesucht, um den Betrieb zu retten. Damals erklärte er gegenüber dem ORF, dass die Betreiberfirma den Skibetrieb alleine nicht mehr stemmen könne.

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Neben den hohen Energie- und Dieselkosten wurden auch gestiegene Lohn- und Lohnnebenkosten zur Belastung. Gleichzeitig seien die Einnahmen aus den Liftkarten nicht im gleichen Ausmaß gestiegen. Seit der Corona-Pandemie sei die Zahl der Skifahrer zudem merklich zurückgegangen.

120 Jahre Wintersport am Gaberl

Das Ende der großen Lifte beendet eine lange Tradition. Bereits seit rund 120 Jahren wird am Gaberl Ski gefahren – etwa die Hälfte dieser Zeit auch mit Liftbetrieb.

Nun endet nach rund 50 Jahren der reguläre Betrieb der großen Schlepplifte. Für kleinere Skigebiete wird die künstliche Beschneiung damit zunehmend zu einer wirtschaftlichen Herausforderung.

Gauss sieht das Aus am Gaberl deshalb auch als Signal an die Wintersportbranche: Wer kleine Skigebiete erhalten wolle, müsse sie unterstützen – und sie auch besuchen.