Wirbel in Graz

Nach Derby-Sieg: Sturm-Star sorgt mit Jubel für nächsten Skandal

© GEPA pictures/ Chris Bauer
Der 6:1-Derby-Sieg von Sturm Graz gegen den GAK wird wohl nicht wegen des sportlichen Erfolges, sondern wegen der Skandale in Erinnerung bleiben.
Zur Vollversion des Artikels

Sturm Graz bezwingt Stadtrivale GAK trotz frühem Rückstand mit 6:1. Doch das Match in der steirischen Landeshauptstadt war von anderen Ereignissen überschattet. Schon im Vorfeld herrschte rund um das Spiel helle Aufregung, weil beiden Vereinen die finanziellen Mittel der Stadt gekürzt wurden. Die Ereignisse von Sonntag werden hier allerdings nicht für Ruhe sorgen und waren keine Werbung für den Sport.

Erst die Horror-Verletzung von Sturm-Star Daniil Khudyakov, dann die von GAK-Fans verursachte Pyro-Unterbrechung, weil einige Chaoten Böller und Leuchtkörper auf das Spielfeld warfen. Rund um diese Skandale fügte der Vizemeister dem Erzrivalen ein 6:1-Debakel zu, das doppelt schmerzt.

Sturm-Star mit Skandal-Jubel

Doch auch nach dem Schlusspfiff gab es kein Ende der fragwürdigen Aktionen rund um das Stadt-Duell in der steirischen Landeshauptstadt. Während die GAK-Spieler mit hängenden Köpfen vor ihren unzufriedenen Anhängern standen, begannen am anderen Ende der Merkur Arena die Feierlichkeiten.

Dabei ließ sich allerdings Dreifach-Torschütze Oumas Diakite wohl etwas unüberlegt zu einem fragwürdigen Jubel hinreißen. Mit einer Sturm-Maske, die ihm wohl einer der Anhänger aus dem Fan-Block zugeworfen hatte, über dem Gesicht riss er die Eck-Fahne mit Sturm-Logo an sich. Ein befremdlicher Anblick, der perfekt zu den Ereignissen des Tages passt, da dieser fragwürdige Jubel auch eine gewisse Gewaltbereitschaft zeigt. Warum sollte man sonst sein Gesicht verbergen wollen?