Konsequenzen

Nach Eklat: Sheeran schmeißt Macklemore raus

© Kevin Mazur
Rapper Macklemore ist überraschend von der US-Konzertreise von Popstar Ed Sheeran ausgeschlossen worden. Politische Äußerungen bei einem Auftritt führten nun zum endgültigen Tour-Aus.
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Der US-Rapper Macklemore (43), der seit Jahren mit scharfen Attacken gegen Israel und umstrittenen pro-palästinensischen Auftritten für Skandale sorgt, ist von der Tournee seines Freundes Ed Sheeran (35) ausgeschlossen worden.

Das teilte der Musiker selbst der Öffentlichkeit mit. Auslöser für den Schritt waren seine Aussagen bei einem Konzert im MetLife Stadium im US-Bundesstaat New Jersey vor wenigen Tagen. Dort rief der Grammy-Gewinner erneut "Free Palestine" und machte deutlich, dass er seine Auftritte vor allem als politische Bühne vor Zehntausenden Menschen nutzen will.

Konsequenzen durch Tourveranstalter

Nun zieht der Veranstalter der Tour Konsequenzen aus dem Vorfall. Die Messina Touring Group erklärte gegenüber dem Magazin "Rolling Stone", dass die Eigentümer der jeweiligen Veranstaltungsorte für die kommenden Termine keine Konzerte mit dem Rapper mehr zulassen würden. Zuvor hatte der Israeli-American Council eine Petition gestartet und gefordert, den Musiker von der Tour auszuschließen. Unterstützung erhielt diese Initiative unter anderem vom US-Milliardär und Besitzer des Footballteams New England Patriots, Robert Kraft (85), der sich seit Jahren gegen Antisemitismus engagiert. Kraft betonte laut US-Medien, er sehe eine Verantwortung, aufzustehen, wenn Grenzen überschritten würden.

Macklemore teilt Trennungsgründe mit

Auf Instagram schilderte der Rapper die Situation nach einem persönlichen Telefonat: "Ed ist mein Freund seit 13 Jahren. Mein Bruder. (…) Er sagte mir, dass die Worte 'Free Palestine' und das Bild der palästinensischen Flagge für viele Menschen, mit denen er gesprochen hatte, verletzend gewesen seien. (…) Wir hatten in den letzten Wochen ein paar schwierige Unterhaltungen." Der Musiker sprach weiter von "grundsätzlichen Meinungsverschiedenheiten", die sich zwischen den beiden Künstlern nicht lösen ließen.

Vergangene Vorwürfe im Skandal-Song

Der Musiker aus Seattle, der mit Hits wie "Thrift Shop" und "Can‘t hold us" weltbekannt wurde, positioniert sich seit Längerem extrem israelfeindlich. Bereits 2024 veröffentlichte er mit "Hind's Hall" ein Lied über propalästinensische Proteste.

Die tausendfachen Morde der Hamas thematisiert der Rapper hingegen nicht. Zudem zeigt er in Musikvideos eine Landkarte Israels in den palästinensischen Farben, was der verbotenen Forderung "From the river to the sea" nach der Auslöschung Israels entspricht.