Formel-1-Knall

Nach Gerüchten: Verstappen kommt mit Mega-Frust nach Belgien

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Der Ex-Weltmeister flüchtete sich in Sarkasmus.
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Fehler oder weitere Defekte sind für Mercedes im Kampf um die Formel-1-Vormachtstellung gegen die immer besser aufkommenden Ferraris in Spa verboten. Lewis Hamilton und Silverstone-Sieger Charles Leclerc liegen zwar noch hinter den leistungsstärkeren Silberpfeilen, weitere Nuller können Kimi Antonelli oder George Russell am Sonntag beim Grand Prix von Belgien aber nicht gebrauchen. Dementsprechend ist verbesserte Zuverlässigkeit für Teamchef Toto Wolff ein großes Thema.

"In letzter Zeit haben wir zu viel liegen lassen. Das darf ab diesem Wochenende nicht mehr passieren. Zuverlässigkeitsprobleme haben uns Punkte gekostet, und das können wir uns in einer so hart umkämpften Weltmeisterschaft nicht leisten", sagte Wolff. Der Wiener erwartet weiterhin harte Gegenwehr von Ferrari. "Sie waren in Silverstone ein starker Konkurrent und ich denke, damit müssen wir für den Rest der Saison rechnen", sagte der Mercedes-Boss. Eine besondere Herausforderung auf der Strecke in Spa sei das Energiemanagement, so Wolff. Um die vorhandene Performance der Autos in Punkte umzuwandeln, müsse aber unbedingt auch die nötige Zuverlässigkeit gewährleistet sein.

Glückloser Antonelli auf Revanche aus

WM-Spitzenreiter Antonelli war zuletzt in Silverstone durch ein gelöstes Radschutzblech als 15. wie auch schon in Barcelona leer ausgegangen. "Zwei Ausfälle in drei Rennen, das ist natürlich schwer zu verkraften, aber das Wichtigste ist, stärker zurückzukommen", sagte der heuer zu Saisonbeginn fünfmal siegreiche Antonelli. Sein Stallkollege Russell verkürzte den Rückstand auf den Jungstar dank Rang zwei in Großbritannien auf 25 Zähler.

Russell hat neben Antonelli auch die Verfolger im Blick. "Wir haben jetzt einen engen Kampf mit Ferrari. Das Spiel ist also eröffnet. Es geht nicht mehr nur um Kimi und mich, auch Lewis ist noch sehr nah dran", sagte Spielberg-Sieger Russell. Der angesprochene Hamilton liegt nach seinem dritten Rang in Silverstone sieben Punkte hinter ihm. Leclerc fehlen nach seinem dortigen Sieg noch 46 Zähler auf den Zweitplatzierten.

Verstappen frustriert

Beim dreimaligen Spa-Sieger Max Verstappen herrscht vor dem Belgien-Rennen wieder einmal Frust vor. Der Ex-Weltmeister flüchtete sich im Ärger über sein Silverstone-Aus wegen neuerlicher Heckflügelproblemen am Red Bull in Sarkasmus. "Spa und Monza werden mit diesen Autos sicher großartig", sagte der Niederländer und bedauerte: "Das ist wirklich schade, weil Spa eine meiner Lieblingsstrecken ist." Spekulationen, Verstappen könnte seinen langjährigen Rennstall nach dieser Saison verlassen, halten sich weiter hartnäckig. Ebenfalls viele Gerüchte gibt es um die mögliche Rückkehr des früheren Red-Bull-Teamchefs Christian Horner, der etwa mit Aston Martin in Verbindung gebracht wird. Regen ist am Wochenende laut Prognosen übrigens nicht zu erwarten, womit das erste Rennen auf Nässe in dieser Saison weiter auf sich warten lassen dürfte.