Drama in Floridsdorf
Nach Haus-Explosion: 93-Jähriger im Spital gestorben
Eine Woche nachdem das Einfamilienhaus in Floridsdorf explodierte, ist Walter S., der für den heftigen Vorfall verantwortlich sein soll, an seinen schweren Verletzungen gestorben. Das bestätigte das Spital gegenüber dem ORF.
Wohnstreit ging Explosion voraus
Auslöser dieser furchtbaren Verzweiflungstat, die auch andere Menschen in den Tod hätte reißen können, soll ein Wohnrechtsstreit zwischen Walter S. und seinem Stiefsohn, einem pensionierten Beamten - die beiden sollen sich noch nie verstanden haben -, gewesen sein. Dieser hatte das Haus von seiner Mutter geerbt, die bis zu ihrem Tod 2016 mit S. verheiratet gewesen war.
Dem 93-Jährigen wurde danach das lebenslange Wohnrecht in dem Haus eingeräumt. Allerdings nur unter bestimmten Bedingungen, die Walter S. laut der Gegenseite nicht eingehalten hätte.
Vier Tage nach der Explosion hätte eine Gerichtsverhandlung stattfinden sollen, bei der es unter anderem auch um das Wohnrecht des Pensionisten gegangen wäre.
So weit kam es nicht, Walter S. soll in der Nacht auf Sonntag vor einer Woche an den Gasleitungen des Hauses hantiert haben. Die Explosion zerstörte das Gebäude völlig. Dabei wurde der 93-Jährige unter dem Haus begraben. Suchhunde mussten den Pensionisten unter den Trümmern aufspüren.