Die Niederlande kehren 2027 zum Eurovision Song Contest zurück. Nachdem das Land den Wettbewerb 2026 wegen der Teilnahme Israels boykottiert hatte, soll nun die Teilnahme am ESC in Bulgarien möglich werden.
Der bisher zuständige Sender Avrotros wird allerdings auch 2027 nicht zum ESC zurückkehren. Stattdessen übernimmt die niederländische Rundfunkorganisation NPO die Verantwortung und organisiert die Zuständigkeiten neu.
"Es ist wichtig, dass wir als öffentlich-rechtliche Rundfunkanstalt gerade jetzt Teil dieses verbindenden europäischen Ereignisses bleiben", erklärte NPO-Mediendirektor Jurre Bosman.
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NPO fordert mehr Zusammenhalt
Die NPO will gleichzeitig, dass der ESC seinen verbindenden Charakter wieder stärker in den Mittelpunkt stellt. Angesichts von Krieg, geopolitischen Spannungen und zunehmender Polarisierung habe man die Europäische Rundfunkunion (EBU) dazu ausdrücklich aufgefordert.
NPO-Vorstandschef Jan de Ranitz betonte, die Rückkehr löse in den Niederlanden durchaus gemischte Gefühle aus. Gleichzeitig wolle man den Wunsch von Hunderttausenden Eurovision-Fans nach einer Teilnahme berücksichtigen.
Der Sender NOS soll 2027 über den ESC berichten. Der niederländische Beitrag soll senderübergreifend gesucht werden.
Nicht alle Boykott-Länder kehren zurück
Mit der Rückkehr der Niederlande wird die Gruppe der Länder, die dem ESC wegen Israels Teilnahme fernbleiben, kleiner. Irland hält weiterhin an seinem angekündigten Boykott fest.
Spanien, Island und Slowenien haben bislang noch nicht bekannt gegeben, wie sie mit einer möglichen Teilnahme 2027 umgehen wollen.
Kanada erstmals dabei
Der Eurovision Song Contest 2027 findet vom 11. bis 15. Mai in Burgas, Bulgarien, statt. Neben den Niederlanden gibt es weitere Veränderungen: Kanada nimmt erstmals am ESC teil.
Auch Nordmazedonien kehrt zum Wettbewerb zurück. Für die Schweiz steht hingegen noch nicht fest, wer 2027 beim ESC antreten wird.