Amazon reagiert

Nach Paketsteuer kommt jetzt neue Online-Kauf-Regel

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Die strengeren Vorschriften gelten bereits ab November.
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Wer in Österreich online einkauft und erst später bezahlt, muss sich auf Änderungen einstellen. Ab 20. November 2026 gelten neue Vorschriften für zahlreiche Zahlungsaufschübe, Kleinkredite und "Buy now, pay later"-Angebote. Ziel ist es, Konsumenten besser vor Überschuldung zu schützen. Für Kunden könnte das allerdings bedeuten, dass bestimmte Bezahlmöglichkeiten künftig nicht mehr zur Verfügung stehen.

Neu ist vor allem, dass grundsätzlich auch Finanzierungen unter 200 Euro unter die Verbraucherschutzbestimmungen fallen können. Wer beispielsweise Kleidung um 80 Euro bestellt und erst Wochen später bezahlt, nutzt unter bestimmten Voraussetzungen eine kreditähnliche Finanzierung. Für betroffene Angebote werden strengere Bonitätsprüfungen verpflichtend.

Amazon schafft Monatsabrechnung ab

Der Onlinehändler Amazon reagiert bereits auf die neuen Vorgaben und schafft seine bisherige Monatsabrechnung ab. Damit konnten Kunden mehrere Einkäufe sammeln und später gemeinsam bezahlen.

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Allerdings wird der Rechnungskauf nicht generell verboten. Unter bestimmten Voraussetzungen bleiben zins- und gebührenfreie Zahlungsaufschübe ausgenommen. Entscheidend sind unter anderem die Zahlungsfrist, mögliche Zusatzkosten und die konkrete Gestaltung des Angebots.

Die Reform soll zudem für transparentere Kostenangaben und besseren Schutz bei Zahlungsschwierigkeiten sorgen. Hintergrund ist die Gefahr, dass sich viele kleine Bestellungen rasch summieren. Vier Einkäufe zu je 90 Euro ergeben bereits 360 Euro.

Für Konsumenten gilt daher: Zahlungsfristen und offene Rechnungen genau im Blick behalten. Nicht jede bisher verfügbare Bezahlmethode wird künftig automatisch angeboten.