Schlechte Scherze
Nadeln in Halloween-Naschereien: Erste Fälle geklärt
Von bislang 21 gemeldeten Fällen konnten bereits vier aufgeklärt werden. Dabei stellte sich heraus, dass in allen vier Fällen offenbar Kinder selbst für die Manipulationen verantwortlich waren. Die Hintergründe überraschen: In drei Fällen wollten die Kinder offenbar ihre eigenen Eltern erschrecken. Bei einem weiteren Vorfall dürfte eine sogenannte TikTok-Challenge der Auslöser gewesen sein. Ziel war es demnach, die Polizei bewusst in die Irre zu führen.
Die Ermittlungen laufen weiterhin in mehreren Bundesländern. Besonders intensiv arbeitet die eigens eingerichtete Ermittlungsgruppe "Treat" im Bundeskriminalamt gemeinsam mit den Landeskriminalämtern. Insgesamt wurden bis Donnerstagmorgen sieben Fälle in der Steiermark, sechs in Niederösterreich, vier in Oberösterreich, drei in Wien und einer in Salzburg gemeldet.
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Online-Challenges geraten in den Fokus
Die bisherigen Erkenntnisse bestätigen den Verdacht der Ermittler, dass soziale Netzwerke und Internet-Challenges bei solchen Vorfällen eine Rolle spielen können. Ob auch hinter den übrigen Meldungen ähnliche Motive stecken, ist allerdings noch offen. Jeder Fall werde einzeln und ergebnisoffen untersucht, betont die Polizei.
Zugleich warnt das Bundeskriminalamt davor, solche Aktionen als harmlose Scherze abzutun. Wer Süßigkeiten manipuliert, andere bewusst in Angst versetzt oder Polizeieinsätze auslöst, muss mit strafrechtlichen Konsequenzen rechnen. Jugendliche sind in Österreich grundsätzlich ab 14 Jahren strafmündig.