Der Volkswagen-Konzern steckt tief in der Krise. Bis 2030 sollen weltweit 100.000 Jobs wegfallen. Jetzt sollen 12.000 Menschen mehr gekündigt werden als ohnehin schon geplant.
Harte Verhandlungen erwartet
IG Metall und Betriebsrat forderten, die Kündigungen zurückzunehmen, und setzten dafür dem Unternehmen eine Frist bis Ende Oktober und drohten mit Streik, falls VW bei seiner Linie bleibe. Das berichteten Agenturen.
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Der Konzern verlautbarte, dass der Abbau der zusätzlichen 12.000 Stellen sozialverträglich gestaltet wird. Dafür soll eine eigenen Transfergesellschaft gegründet werden, in der Beschäftigte wechseln können.
IG Metall und Gewerkschaft lehnten das strikt ab. Die Gespräche sollen am 24. November am Standort Emden beginnen und am 15. Dezember in Zwickau fortgesetzt werden. Damit treffen sich die Tarifparteien auf Drängen der Gewerkschaft an den Standorten, deren Zukunft gefährdet ist.
Denn nicht nur Stellen wackeln: Denn neben den Werke Emden und Zwickau stehen auch die in Neckarsulm und Hannover auf dem Spiel.
IG Metall droht mit Riesen-Streik
Das Aufkündigen aller Tarifverträge war für die Beschäftigten eine Kampfansage. Verhandlungsführer Thorsten Gröer, Chef der IG Metall Niedersachsen drohte mit "gewaltigen" Streiks.
Volkswagen steckt tief in der strukturellen Krise. Der Absatzeinbruch in China macht dem Autokonzern zu schaffen. Nach Unternehmensangaben müssen jetzt die Arbeitskosten gesenkt werden. Deshalb müsse man bis 2030 weltweit fast 100.000 Stellen einsparen. Jetzt kommen noch einmal 12.000 Stellen zusätzlich zu den 35.000 vor zwei Jahren vereinbarten Stellen im Abbauplan dazu.