Im Zuge der 12. Etappe der Vuelta fuhr das Peloton am Donnerstag zur Bergankunft am Calar Alto. Am Weg dorthin erreichte man am Alto de Velefique auch den höchsten Punkt der heurigen Rundfahrt.
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Durch das bittere Verletzungs-Aus von Superstar Tadej Pogacar vergangene Woche ist das Gesamtklassement wieder komplett offen. Lokalmatador Enric Mas ging erneut als Führender mit dem Roten Trikot in den Tag, gefolgt von Primoz Roglic, Felix Gall, Oscar Onley und Richard Carapaz.
Schon am ersten Anstieg 40 Kilometer vor dem Ziel versuchte Carapaz in Erinnerung an seine epische Fahrt zu Olympia-Gold 2020 vom Rest des Feldes davonzukommen. Allerdings noch bevor man wieder ins Tal fuhr, wurde der Ecuadorianer eingeholt.
Gall-Team macht wieder Druck
Während der Tagessieg diesmal an Jakob Omrzel geht, der in der Ausreißergruppe war, wechselte sich beim finalen Berg plötzlich die Ausgangslage im Hauptfeld. Während zuvor das Team Movistar von Mas das Tempo angab, verschärften nun die Gall-Teamkollegen das Tempo.
Am vergangenen Samstag hatte man zu früh den Druck erhöht und Gall musste sich am Ende knapp geschlagen geben. Auch diesmal war es beinahe schon in Pogacar-Manier, wie Decathlon das Fahrerfeld zerteilte. 15 Kilometer vor dem Ziel hatte Gall noch zwei Teamkollegen bei sich, seine Gesamtsieg-Rivalen waren bereits auf sich alleine gestellt.
Decathlon mit Geheim-Waffe
Etwa zwei Kilometer später versuchte der Osttiroler dann alles, den Rückstand zu minimieren. Er trat aus dem Schatten seiner Edelhelfer und versuchte, sich abzusetzen. Doch Mas und Roglic reagierten geistesgegenwärtig und konnten das Tempo mitgehen.
Die Spitzengruppe war nun nur noch zu dritt und hatte so noch einen weiten Weg vor sich. Allerdings hatte der französische Rennstall von Gall bei der Taktik vorgesorgt. Doch erneut ging die Taktik von Gall nicht auf. Kurze Zeit später attackierte Mas erneut. Mit über 10 Kilometern, die noch zu fahren waren, ein weites Stück. Doch er konnte sich von seinen beiden schärfsten Rivalen am Weg zum Heimsieg absetzen.
Am Ende kam der Hausherr 0:27 vor Gall ins Ziel und baut seinen Vorsprung auf 2:06 (1:39) aus. Der Österreicher bleibt weiterhin auf Gesamtrang 3 hinter Primoz Roglic.