Nach Kritik
NATO-Gipfelerklärung: Trump stimmt Artikel 5 zu
In der Gipfelerklärung unterstrichen die Staats- und Regierungschefs ihre "unerschütterliche Verpflichtung" zur kollektiven Verteidigung nach Artikel 5 des Nordatlantikvertrags. Die europäischen Staaten und Kanada übernehmen dabei mehr Verantwortung, heißt es in dem von US-Präsident Donald Trump mitgetragenen Text.
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Demnach versprechen die NATO-Staaten der Ukraine für heuer mindestens 70 Milliarden Euro für Ausrüstung, Unterstützung und Ausbildung. Nächstes Jahr soll die Militärhilfe mindestens auf diesem Niveau fortgesetzt werden. Zudem werden neue Rüstungsverträge im Umfang von "mehr als 50 Milliarden Dollar" angekündigt.
US-Präsident "sehr verärgert"
Trump hatte die Beistandsverpflichtung mehrmals öffentlich infrage gestellt. Auch zum Auftakt des Gipfels in Ankara übte er öffentlich scharfe Kritik an europäischen Verbündeten, verkündete einen kompletten Handelsstopp mit Spanien und bekräftigte seine Annexionsgelüste inbezug auf die dänische Insel Grönland. "Ich bin sehr verärgert über die NATO", sagte er vor Journalisten. Auch NATO-Generalsekretär Mark Rutte, der um ein gutes Verhältnis mit Trump bemüht ist, fuhr dem US-Präsidenten daraufhin in die Parade.
Bei den eigentlichen Gipfelgesprächen wiederholte Trump seine Kritik aber nicht. Wie von Insidern verlautete, sprach Trump weder die Kritik an Spanien noch das Thema Grönland an. Auch seine Absage an das Iran-Waffenstillstandsabkommen wiederholte er nicht. Zudem habe er versichert, die USA in der NATO halten zu wollen, berichteten mit den Vorgängen bei der internen Sitzung des NATO-Rates vertraute Personen. "Wir wollen bei euch bleiben", sagte Trump demnach.