Pinke Turbulenzen
NEOS-Klubchef: Dengler-Rauswurf "unausweichlich"
Nach über sechs Monaten Verhandlungen einigte sich die Regierung auf das "6+3"-Modell beim Wehrdienst, also sechs Monate Grundwehrdienst mit anschließenden Truppenübungen. Zudem müssen innerhalb von zehn Jahren nachgelagerte Milizübungen absolviert werden.
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Die eingesetzte Wehrdienst-Kommission hatte allerdings das "8+2"-Modell favorisiert. NEOS-Klubchef Yannick Shetty verteidigte das Abweichen von der Expertenmeinung in der "ZiB2". Denn die Aufgabe der Regierung sei es gewesen, ein "gesamtgesellschaftlich gutes Modell" auszuverhandeln. Und "da muss man unterschiedliche Dinge berücksichtigen". Außerdem ähnelt das "6+3"-Modell dem von der Kommission auch vorgeschlagenen Stufenmodell.
Das von der Regierung nun geplante Modell ist allerdings auch teurer, argumentierte "ZiB2"-Anchor Armin Wolf. Ex-Verteidigungsminister Thomas Starlinger - er wurde sogar als Berater ins pinke Außenministerium geholt - erklärte, dass das Modell "höchst verantwortungslos" sei. Shetty: "Das nehme ich zur Kenntnis". Man müsse aber eine gesamtgesellschaftlich gute Lösung finden und etwa auch "die Generationengerechtigkeit im Blick" haben.
"6+3" greift am schnellsten
Shetty kritisierte etwa, dass die Forderung der Zivildienst-Verlängerung nur damit begründet worden sei, ihn im Vergleich zum Wehrdienst unattraktiver zu machen. Die NEOS hätten sich dafür eingesetzt, stattdessen den Wehrdienst zu attraktivieren - etwa durch mehr Geld und Urlaubstage.
Zum Vorwurf, dass das Modell auch teurer sei, meinte Shetty: "Das ist eine Frage der Prioritätensetzung". Denn in der aktuellen geopolitischen Lage wolle man das Heer "besser ausstatten". Und: Das "6+3"-Modell ist auch jenes, "was am schnellsten greift". Die Gegenfinanzierung werde man aber "auf den Tisch legen" - im Gegensatz zu vorherigen Regierungen, so Shetty.
Dengler-Rauswurf "unausweichlich"
Am Ende sprach Wolf den NEOS-Klubchef noch auf den Parteiausschluss von NEOS-Mitgründer Veit Dengler an. "Nützen tut's uns nicht, aber es war unausweichlich", quittierte Shetty die Causa. Er will aber auch "nicht mit Dreck nachwerfen", die Welt "dreht sich weiter".
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