"Traum geht in Erfüllung"

Neue Details: DAS ist Trumps Grönland-Deal

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Die USA, Dänemark und Grönland haben im Streit um die Arktisinsel einen Durchbruch verkündet.
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In der kommenden Woche werde voraussichtlich ein Abkommen mit den USA unterzeichnet, teilten die Regierungen von Dänemark und Grönland gemeinsam mit. Eine lang anhaltende Unsicherheit werde "hoffentlich" bald durch ein verbindliches Abkommen beendet, teilte der dänische Außenminister Lars Løkke Rasmussen auf der Plattform Facebook mit.

"Nächste Woche könnte eine gute Woche werden ... für Grönland, Dänemark und die USA", schrieb er. Rasmussen zufolge soll das Abkommen die Sicherheit in der Arktis und im Nordatlantik stärken und damit auch die gemeinsame Sicherheit in der NATO und in Europa - unter Wahrung der "roten Linien" des Königreichs Dänemark.

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US-Präsident Donald Trump hatte zuvor auf der Plattform Truth Social von einem bereits besiegelten Abkommen zu Grönland geschrieben. Nicht-NATO-Staaten dürfen einem Insider aus dem US-Außenministerium zufolge künftig keine Stützpunkte auf der Insel bauen. Die USA erhielten zudem dauerhafte Zugangs- und Überflugrechte. Diese Rechte würden im Falle einer Unabhängigkeit Grönlands weiter gelten. Laut Trump hat das Abkommen keine Laufzeitbegrenzung. "Damit geht für die Vereinigten Staaten von Amerika ein Traum in Erfüllung", schrieb der 80-Jährige.

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Frederiksen: "Aussicht auf ein gutes Abkommen"

Zuvor hatte die dänische Regierung auf der Onlineplattform X geschrieben, man rechne damit, bei der UNO-Generalversammlung in der kommenden Woche einen Deal zu unterzeichnen. Das Abkommen müsse dann noch parlamentarische Prozesse durchlaufen, um in Kraft zu treten. "Ich freue mich, dass es Aussicht auf ein gutes Abkommen für Grönland, das Königreich Dänemark und die USA gibt", wurde die dänische Regierungschefin Mette Frederiksen in einer Pressemitteilung zitiert.

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Es handle sich um eine Vereinbarung, die "unsere gemeinsame Sicherheit in der Arktis und im Nordatlantik stärkt und deshalb auch gut für die NATO und Europa ist". Außerdem erkenne der Deal die Souveränität und territoriale Integrität des dänischen Königreichs und das Recht des grönländischen Volks auf Selbstbestimmung an. "Das Abkommen erkennt Grönlands Interessen und unseren Platz in der internationalen Zusammenarbeit an", hieß es von dem grönländischen Regierungschef Jens-Frederik Nielsen in der Mitteilung. "Es nutzt uns allen."

Reaktion der Bewohner Grönlands ungewiss

Vorerst blieb allerdings noch vieles unklar, darunter auch, wie das Abkommen in Grönland, einem autonomen Gebiet Dänemarks, aufgenommen worden ist. Die Bewohner streben nach Unabhängigkeit. Sie wehrten sich bisher wiederholt gegen die Hegemoniebestrebungen der USA. Zudem ging aus Trumps Post nicht hervor, ob infolge der Vereinbarung neue US-Stützpunkte errichtet werden. US-Außenminister Marco Rubio sagte in separater Erklärung, das Abkommen gehe dauerhaft und vollständig auf Washingtons nationale Sicherheitsbedenken in Bezug auf die Insel ein.

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Das Abkommen fällt in eine Zeit wachsender geopolitischer Spannungen in der rohstoffreichen Region. Europas Staats- und Regierungschefs warnten zuletzt auf dem EU-Arktis-Gipfel im finnischen Rovaniemi vor einer zunehmenden Gefahr durch Russland und China. Die USA wurden als Problem benannt. Trump hatte im Vorfeld Gebietsansprüche auf Grönland erhoben. Die USA und Dänemark setzen mit dem neuen Abkommen nun zumindest ein von Europa geteiltes Ziel um. Sie wollen den militärischen Einfluss von Nicht-NATO-Staaten in der Arktis eindämmen.

Grönland geriet in den vergangenen Monaten in die Schlagzeilen, weil Trump Ansprüche auf die größte Insel der Welt erhob und damit großen Widerstand auslöste. Trump hatte seine Besitzansprüche auch damit begründet, dass Gegner der USA die Insel unter ihre Kontrolle bringen wollten. Er hatte mehrmals offen gedroht, die Kontrolle der strategisch wichtigen Arktisinsel übernehmen zu wollen. Seine Begründung: Das zu Dänemark gehörende Territorium sei sonst nicht vor Russland und China sicher - und so auch nicht die USA.