Der Flughafen Linz steht vor schicksalshaften Tagen. Das Land Oberösterreich prüft derzeit die Übernahme des Hälfteanteils der Stadt Linz, um künftig als Alleineigentümer des Airports zu agieren. In Verhandlungskreisen wird dabei von einem potenziellen Kaufpreis von rund 1,3 Millionen Euro gesprochen. Während ein Gutachten des Landes in Auftrag gegeben wird eine endgültige Entscheidung für die kommenden Wochen erwartet.
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Zeitgleich sorgt eine Idee aus dem Wirtschafssektor für Aufsehen. Wie die OÖN berichten, soll auch ein Teilprivatisierung im Raum stehen. Eine oberösterreichische Unternehmer-Initiative unter der Führung von Manfred Zorn, dem Chef der SMW Metallverarbeitung bastelt bereits an einem spektakulären Plan. Es gibt Pläne für eine neue "Airport City". Für dieses Großprojekt gibt es laut dem Bericht bereits Zusagen von mehreren namhaften Betrieben, die sich sowohl konzeptionell als auch finanziell massiv beteiligen wollen. Neben dem Erhalt und der Stärkung des klassischen Flugbetriebs soll rund um die Start- und Landebahn ein hochmoderner neuer Wirtschafts-Hotspot entstehen.
Die Pläne für das Areal sind äußerst vielseitig und umfassen unter anderem folgende Kernelemente:
- Ein neues, modernes Hotel direkt am Flughafengelände für Geschäftsreisende und Touristen
- Ein spezialisiertes Aviation Center sowie ein hochkarätiges Ausbildungszentrum für Fachkräfte
- Ein eigener Forschungsbereich zur Entwicklung zukunftsweisender Technologien
- Die gezielte Ansiedlung von international agierenden Firmen mit direktem Aerospace-Bezug
Prominente Unterstützung aus der heimischen Industrie
Das Projekt stößt in der oberösterreichischen Wirtschaftskammer und Industrie auf enorme Resonanz, und die ersten namhaften Unterstützer haben ihr Interesse bereits ganz offiziell und öffentlich bekundet.Auch andere führende Unternehmer des Landes betonen die strategische Bedeutung des Airports. Christian Lindner, der Geschäftsführer von Infranorm, sieht in dem Projekt eine enorme Chance zur Neupositionierung, ohne sich in sinnlosen Konkurrenzkämpfen aufzureiben.
Der Flughafen Linz ist eine wichtige Drehscheibe für die Wirtschaft und den Tourismus. Es bestehen riesige Chancen, den Flughafen Linz hier neu zu positionieren – ohne in den Verdrängungswettbewerb mit anderen nahen Regionalflughäfen zu gehen." Es sei laut Lindner ein absolutes Muss und gleichzeitig eine riesige Chance für Oberösterreich, jetzt mutig zu investieren.
Stelzer kritisch
Landeshauptmann Thomas Stelzer sprach zuletzt allerdings beim Flughafen Linz von "keiner Erfolgsgeschichte". Die Passagierzahlen sind im ersten Halbjahr 2026 um weitere 15 Prozent zurückgegangen. Aber: "Wir haben einen Flughafen, der im öffentlichen Eigentum ist, und ein Standort wie Oberösterreich, der so international ausgerichtet ist - mehr als ein Viertel der Exporte von Österreich kommen aus Oberösterreich - kann nicht darauf verzichten", unterstrich er.
Daher will das Land den Hälfteanteil der Stadt Linz am Airport übernehmen. Derzeit läuft der Bewertungsprozess, "dann werden wir in Gespräche eintreten, mit dem Ziel, dass wir als Land aber nicht Alleineigentümer bleiben, sondern dass wir interessierte Private beteiligen." Gleichzeitig erwartet er auch, dass das ab 2027 kommende, neue Management schaue, "dass wir uns in die Breite entwickeln, mehr Angebot herbekommen und dass wir uns in der Fracht auch wieder verstärken." Einmal mehr forderte Stelzer die Abschaffung der Flugverkehrsabgabe oder, dass "wir zumindest als Länder selber darüber verfügen können".