Kopftuch-Streit
Neuer Trick: "Turban statt Kopftuch"
Ein Kopftuch, das plötzlich "Turban" heißt: Bei der Auslegung des Kopftuchverbots soll an einer Brennpunktschule in Niederösterreich ein aktueller Verstoß "gestattet" worden sein. Die Schülerin bezeichnete ihr Kopftuch als "Turban", die Anordnung, dies zu dulden, kam laut FPÖ Niederösterreich von höherer Stelle.
Eine Lehrkraft der Schule wandte sich mit einem Beschwerdebrief an die FPÖ: "Diese Auslegung/Interpretation stellt aus meiner Sicht einen klaren Gesetzesverstoß dar."
FPÖ-Fiedler: "Kopftuch hat in unseren Schulen nichts verloren"
FPÖ-Bildungssprecher LAbg. Helmut Fiedler erklärt: "Der Fall in einer Brennpunktschule in NÖ zeigt, wohin kreative Auslegungen führen können. Der Punkt ist: Das Kopftuch hat in unseren Schulen nichts verloren, auch dann nicht, wenn es plötzlich 'Turban' genannt wird."
Fiedlers Credo: Kopftuch runter, Regeln einhalten! Denn: "Wer unsere Regeln nicht akzeptieren will, muss sich fragen, ob Niederösterreich der richtige Ort ist."
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Neue Regeln, neue Tricks
Seit dem Kopftuchverbot an Schulen suchen manche Schülerinnen nach Auswegen, und die Hotline der Bildungsdirektion läuft heiß.
Schluss mit Kopftuch
Bis zum 14. Geburtstag ist an Österreichs Schulen jede Kopfbedeckung tabu, die „das Haupt nach islamischen Traditionen verhüllt". Das Verbot trifft Mädchen an öffentlichen wie an privaten Schulen gleichermaßen.
Schulgewerkschafter Thomas Bulant kennt aber bereits die Ausweichmanöver aus der Praxis: „Manche Mädchen kommen mit einer Art Turban als Ersatz."
Hotline glüht
Wenn eine Direktion bei der Umsetzung nicht weiterweiß, kann sie sich an eine eigene Hotline der Bildungsdirektion wenden. Der Andrang ist groß, wie Bulant berichtet.