Vor Landtagswahl
Neues Umfrage-Beben in Deutschland
In der aktuellen INSA-Erhebung im Auftrag der "Bild" kommt die Partei auf 29 Prozent und legt damit im Vergleich zur Vorwoche um 0,5 Punkte zu. Die Union erreicht 20,5 Prozent. Damit beträgt der Abstand zwischen AfD und CDU/CSU bereits 8,5 Prozentpunkte – ein neuer Rekordwert in der INSA-Umfrage.
Hinter den beiden stärksten Parteien folgen die Grünen mit 13,5 Prozent, die SPD kommt auf 12 Prozent. Die Linke erreicht 11 Prozent, während die FDP bei 4,5 Prozent liegt. Das BSW kommt auf drei Prozent, auf sonstige Parteien entfallen 6,5 Prozent.
Gespaltenes Land
Trotz der starken Umfragewerte bleibt die AfD gesellschaftlich umstritten. In einer zusätzlichen INSA-Befragung für die "Bild" erklärten 54 Prozent, dass sie sich grundsätzlich nicht vorstellen könnten, die AfD zu wählen. 53 Prozent stuften die Partei als rechtsextrem ein. Gleichzeitig sprachen sich 48 Prozent dafür aus, dass andere Parteien eine Zusammenarbeit mit der AfD ausschließen.
Bei einem möglichen Parteiverbot zeigt sich die Bevölkerung gespalten: Jeweils 42 Prozent sind dafür beziehungsweise dagegen. INSA-Chef Hermann Binkert fasste die Ergebnisse gegenüber der "Bild" zusammen: "Die Haltung zur AfD spaltet die Deutschen. Der Widerspruch zur AfD ist noch größer als die Zustimmung."