Bgld. Eine gewaltige Flammenwand sorgte am Mittwochabend in der Ruster Bucht für einen Großeinsatz von bis zu 300 Feuerwehrleuten, die bis zur Erschöpfung gegen den Großbrand ankämpften: Wie berichtet, wurden die Einsatzkräfte um 21.45 Uhr alarmiert.
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Landesrat Heinrich Dorner auf Facebook: "Die Bilder sind erschütternd, der entstandene Schaden ist enorm. Rund 300 Feuerwehrleute aus 14 Feuerwehren kämpften unter schwierigsten Bedingungen gegen die Flammen. Trotz des starken und wechselnden Windes gelang es, ein Übergreifen des Feuers auf den Schilfgürtel zu verhindern." Auch das Seerestaurant und eine Siedlung mit 85 Häuschen konnten vor einem Übergreifen gerettet werden. "Gerade in solchen Situationen zeigt sich einmal mehr, wie wertvoll und unverzichtbar unsere Einsatz- und Freiwilligenorganisationen sind", betont Dorner.
Brandermittler vor Ort - E-Kojen im Visier
Der Schaden geht jedenfalls in die Millionen. "Wir haben heuer erst unser Boot erneuert und zwei Monate Arbeit hineingesteckt. Er habe jetzt einen Schaden von etwa 10.000 Euro", so der Bootsbesitzer Walter B. gegenüber dem ORF Burgenland. Andere beziffern ihren Verlust noch höher. Einem Zillenbesitzer sei bei der Garage ein Schaden von 15.000 Euro und beim Boot ein Schaden von 3.000 Euro entstanden.
Zur Brandursache gibt es derzeit noch keine gesicherten Informationen, vom Ablauf her sollten Brandermittler vor Ort sein, möglicherweise wurden bereits auch Gutachter beauftragt. Von internen Quellen her sickerte durch, dass das Feuer im Bereich von E-Kojen für Elektroboote ausgebrochen sein.
E-Kojen für Elektroboote sind spezielle Liegeplätze oder Bootsgaragen in Häfen und Marinas, die mit einer dedizierten Ladeinfrastruktur ausgestattet sind, um die Akkus von Elektrobooten direkt am Wasser aufzuladen. Laut Vorschriften und Auflagen sollten hier spezielle Brandschutzwände, ein intelligentes Lademanagementsystem (das Überhitzungen frühzeitig erkennt und den Stromfluss trennt) und automatische Löschsysteme, die speziell auf Brände von Batterien ausgelegt sind, vorhanden sein, damit nicht das passiert, was jetzt passiert ist. Nun wird alles - nicht nur im Interesse der Besitzer und Versicherungen - genau unter die Lupe genommen. Fahrlässigkeitsermittlungen können vermutlich nicht ausgeschlossen werden.