Stauprobleme
Neutorsperre sorgt für Verkehrschaos in Salzburg
Salzburg. Eine Woche nach Beginn der Neutorsperre zeigen sich in Salzburg zunehmend Verkehrsprobleme. Besonders angespannt ist die Situation am Müllner Hügel. Bis zu 60 Busse pro Stunde werden derzeit über diese Strecke geführt. Gleichzeitig bleibt der Ziel- und Quellverkehr mit Autos erlaubt. Die Folge sind Staus und teilweise erhebliche Verspätungen im öffentlichen Verkehr.
Seit Montag können auch die Buslinien nicht mehr durch das Neutor fahren. Viele davon werden deshalb am Landeskrankenhaus vorbei über den Müllner Hügel umgeleitet. Für Autofahrer gilt dort grundsätzlich ein Durchfahrtsverbot. Wer allerdings in Mülln wohnt, arbeitet, einkauft oder ein anderes Ziel im Stadtteil ansteuert, darf weiterhin zufahren.
Anrainer kritisieren fehlende Kontrollen
Diese Regelung sorgt nach Ansicht von Anrainern für Verwirrung. Offenbar nutzen auch Autofahrer den Müllner Hügel als Ausweichroute, obwohl sie dort kein Ziel haben. Anrainer kritisieren zudem, dass das Durchfahrtsverbot zu wenig kontrolliert werde.
Besonders betroffen sind die Buslinien. Gerät der Verkehr am Müllner Hügel ins Stocken, entstehen rasch Verzögerungen auf mehreren Verbindungen. In der ersten Woche wurden bereits Verspätungen von bis zu 40 Minuten registriert. Auch die Erreichbarkeit der Altstadtgarage sorgt für Umstellungen. Diese bleibt während der Neutorsperre zwar erreichbar, eine Durchfahrt durch das Gebiet ist jedoch nicht möglich.
Stadt will Situation verbessern
Nach den Erfahrungen der ersten Tage wollen die Verantwortlichen nachbessern. Ziel ist es, den Busverkehr über den Müllner Hügel möglichst ungehindert abzuwickeln. Gleichzeitig müssen Wohnungen, Geschäfte und andere Ziele in Mülln weiterhin mit dem Auto erreichbar bleiben.
Parallel wurde das öffentliche Verkehrsangebot erweitert. Die Salzburg AG hat mit der Linie 10E eine Ringverbindung zwischen Riedenburg, Aiglhof und Maxglan eingerichtet. Zusätzlich sollen zwei neue Schnellbuslinien von Mattsee und Berndorf nach Salzburg Pendler zum Umstieg auf öffentliche Verkehrsmittel bewegen.
Wie stark die Verkehrsführung noch angepasst werden muss, sollen die Erfahrungen der kommenden Tage zeigen. Vorerst bleibt der Müllner Hügel eine der größten Engstellen während der Neutorsperre.