Iran-Deal

"Nichts gebracht" -  Experte rechnet mit Trump ab

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"In Wahrheit hat dieser Krieg einen noch gefährlicheren Iran als zuvor geschaffen."
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Die Einigung zwischen den USA und dem Iran auf ein vorläufiges Rahmenabkommen zur Beilegung ihres Konflikts sorgt international für Hoffnung. Doch zahlreiche Experten mahnen zur Vorsicht. Zwar könnte das Abkommen den Weg zu einer längeren Phase der Stabilität im Nahen Osten ebnen, viele der zentralen Streitpunkte sind jedoch weiterhin ungelöst.

Das Abkommen sieht vor, dass der Iran auf die Entwicklung von Atomwaffen verzichtet und die strategisch wichtige Straße von Hormus wieder öffnet. Im Gegenzug könnten Sanktionen gegen die Islamische Republik gelockert werden. Dennoch bleiben Fragen rund um das iranische Atomprogramm, die Unterstützung verbündeter Milizen sowie die Sicherheitsinteressen Israels offen.

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"Nicht mehr leisten"

Besonders die Rolle der Hisbollah im Libanon gilt als entscheidender Faktor. Der österreichische Iran-Experte Walter Posch verweist in der ZiB2 darauf, dass Teheran erheblichen Einfluss auf die schiitische Miliz ausübt. Gleichzeitig könne die Hisbollah inzwischen auch eigenständig agieren. Entscheidend werde sein, ob und wann der Iran die Organisation zu einem Waffenstillstand mit Israel dränge.

Trotz aller Unsicherheiten bewertet Posch die Vereinbarung als wichtigen ersten Schritt. "In Wirklichkeit kann sich doch niemand mehr diesen Konflikt wirklich leisten", betont er. Die wirtschaftlichen und humanitären Folgen seien für alle Beteiligten enorm. Eine längere Phase der Ruhe könne daher allen Seiten zugutekommen. Posch hält sogar eine schrittweise Annäherung zwischen Washington und Teheran für möglich.

Andere Experten bleiben deutlich skeptischer. Richard Fontaine von der Denkfabrik Center for a New American Security verweist darauf, dass gerade jene Themen, die ursprünglich zum Konflikt geführt hätten, im Rahmenabkommen ausgeklammert worden seien. Deshalb sei die Vereinbarung keineswegs das Ende des Krieges, nicht einmal "der Anfang vom Ende".

Noch gefährlicheren Iran

Auch Karim Sadjadpour von der Carnegie-Stiftung sieht noch keinen Durchbruch. Vor allem der Konflikt im Libanon könne weiterhin für Spannungen sorgen. Zudem sei das Verhältnis zwischen den USA und dem Iran von tiefem Misstrauen geprägt. Über die Führung in Teheran sagte er: "Das ist ein Regime, das nach wie vor zutiefst gekränkt ist."

Besonders kritisch fällt die Analyse des Iran-Experten Ali Vaez aus. Nach seiner Einschätzung hat der Konflikt die Führung in Teheran sogar gestärkt. "Dieser Krieg hat nichts gebracht. Eher im Gegenteil, er hat die Lage zugespitzt", sagte er. Das Regime habe erkannt, welchen Einfluss es mit einer Blockade der Straße von Hormus auf die Weltwirtschaft ausüben könne. Gleichzeitig sei die frühere Furcht vor einem militärischen Schlag der USA weitgehend verschwunden.

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"In Wahrheit hat dieser Krieg einen noch gefährlicheren Iran als zuvor geschaffen mit einer Führung, die selbstbewusst ist wie nie zuvor", warnt Vaez. Seiner Ansicht nach könnte der Konflikt als strategische Fehlentscheidung in die Geschichte eingehen und die Machtverhältnisse im Nahen Osten dauerhaft verändern.

Ob das Rahmenabkommen tatsächlich den Beginn einer neuen Ordnung in der Region markiert oder lediglich eine kurze Atempause darstellt, dürfte sich erst in den kommenden Monaten zeigen.