Wasserzukunft
Niederösterreich stärkt Wasserrückhalt
Die vergangenen zwölf Monate waren die trockensten seit Beginn der Messgeschichte. „Der Sommer war heiß und trocken, das haben wir alle gespürt – beim Trinkwasser, in der Landwirtschaft und in der Natur", so Pernkopf. Der Niederschlag liegt seit Jahresbeginn um 30 bis 60 Prozent unter dem langjährigen Durchschnitt, 91 Prozent der Grundwassermessstellen weisen niedrige oder sehr niedrige Werte auf.
Trinkwasserversorgung als oberste Priorität
Trotz punktueller Engpässe in Streulagen sei die Versorgung durch Gemeinden und Verbände gewährleistet geblieben. Um dieses kostbare Gut auch künftig zu sichern, werden 31 Trink- und Regenwasserpläne bereits umgesetzt, 73 weitere sind in Arbeit. Massiv investiert wird zudem in die Infrastruktur: 200 Projekte sind derzeit in Bau, 300 weitere sollen in den kommenden zwei Jahren folgen.
Jeder Tropfen zählt
„Der Regentropfen muss möglichst dort gehalten werden, wo er fällt", betont Pernkopf. Seit 2010 wurden dafür bereits 230 Renaturierungsprojekte umgesetzt, rund zehn weitere befinden sich in Bau. Künftig soll rund ein Drittel der Mittel für den Hochwasserschutz gezielt in Wasserrückhalt und Retention fließen. Ergänzend fördert das Land mit dem NÖ Bodenbonus die Entsiegelung öffentlicher Flächen nach dem Schwammstadt-Prinzip – 45 Projekte wurden bereits unterstützt.
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Stabile Versorgung dank jahrzehntelanger Investitionen
Dass Niederösterreich die schwierige Situation gut gemeistert hat, sei das Ergebnis konsequenter Investitionen der Vergangenheit, erklärt Angelmaier. 92 Prozent der Bevölkerung beziehen ihr Trinkwasser aus öffentlichen Anlagen. Für die Zukunft brauche es vor allem mehr Vernetzung, zusätzliche Speicherkapazitäten und Maßnahmen, die Wasser länger in der Fläche halten – zum Schutz vor Dürre ebenso wie vor Starkregen.
„Wasser geht uns alle an", so Pernkopf abschließend. Auch jeder Einzelne könne durch sparsamen und verantwortungsvollen Umgang seinen Beitrag zum Erhalt dieses wertvollen Guts leisten.