Schwere Schäden

"Noch nie erlebt": Unwetter zogen Spur der Verwüstung

© BFKDO Bruck/Leitha
Teile Österreichs wurden am Donnerstag von Unwettern verwüstet.
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Betroffen war neben der Hauptstadt Wien – oe24 berichtete – vor allem der Bezirk Bruck an der Leitha. Ein heftiges Gewitter hat Niederösterreich getroffen und für zahlreiche Schäden gesorgt. Starkregen ließ innerhalb kurzer Zeit Straßen und Keller überfluten, dazu stürzten zahlreiche Bäume um. Insgesamt mussten die Feuerwehren rund 400 Einsätze bewältigen.

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Besonders stark betroffen war die Gemeinde Schwadorf. Dort wurden laut Bezirksfeuerwehrkommandant Christian Edlinger mehrere Häuser abgedeckt, Bäume entwurzelt und Strommasten geknickt. In Haslau an der Donau mussten Menschen aus einem Fahrzeug gerettet werden. In Maria Ellend stürzte ein Baum auf ein Wohnhaus, bei einem weiteren Einsatz traf ein umgestürzter Baum ein Fahrzeug.

"Binnen kürzester Zeit wurden im Bezirk mehr Hunderte Einsätze verzeichnet. Aufgrund der Vielzahl an Einsatzstellen wurde auch der Bezirksführungsstab hochgefahren, um die Einsätze zu koordinieren und die Schadensstellen kontrolliert abarbeiten zu können", sagte Edlinger laut ORF. Das habe er in 25 Jahren bei der Feuerwehr "noch nie erlebt".

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Zeitweise standen 26 Freiwillige Feuerwehren mit 312 Mitgliedern im Einsatz. Unterstützt wurden sie auch von der Betriebsfeuerwehr des Flughafens Wien-Schwechat. Insgesamt rückten 321 Feuerwehrmitglieder zu den rund 400 Einsätzen aus.

© BFKDO /Leitha
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Die letzten Arbeiten konnten laut Edlinger gegen 0.30 Uhr abgeschlossen werden. Am Freitag waren noch kleinere Nacharbeiten sowie die Reinigung der eingesetzten Gerätschaften vorgesehen.

Zahlreiche Einsätze im burgenländischen Kittsee

Betroffen war auch der burgenländische Bezirk Neusiedl am See. Vor allem in Kittsee zeigte sich nach Angaben des Bezirksfeuerwehrkommandos ein Bild der Zerstörung: Autos, Einkaufswagen, Straßenlaternen und Schaufenster wurden beschädigt, Dächer abgedeckt und Lkw-Anhänger "wie Schuhkartons umgeworfen", berichtete die Feuerwehr am Freitag. Auch umgestürzte Bäume, abgebrochene Äste, kaputte Zäune und herumgewirbelte Blumentröge beschäftigten die Einsatzkräfte. Außerdem mussten zahlreiche Keller ausgepumpt werden.

Kittsee © BFKDO Neusiedl am See

Acht Feuerwehren arbeiteten mit 130 Mitgliedern rund 60 Einsatzadressen ab. Während die zur Unterstützung hinzugezogenen Kräfte in der Nacht auf Freitag wieder einrücken konnten, war die Feuerwehr Kittsee am Vormittag weiter im Einsatz, berichtete das Bezirksfeuerwehrkommando. Die Gemeinde habe die Bewohner ab 8.30 Uhr zur freiwilligen Mithilfe bei der Beseitigung der Schäden aufgerufen.

Wasserstand im Neusiedler See leicht gestiegen

Leicht positive Auswirkungen hatte der Starkregen auf den Wasserstand im Neusiedler See. Dieser stieg bis Freitagfrüh um fast zwei Zentimeter auf 115,03 Meter über Adria und liegt damit wieder zehn Zentimeter über dem niedrigsten Wert zu dieser Jahreszeit seit 1965, der 2022 gemessen wurde.